Scareware spielt mit Angst der Nutzer
Hannover - Scareware ist eine Software, die einen vorgetäuschten Virenbefall meldet und gleichzeitig Hilfe gegen Bezahlung anbietet. Scareware benutzt somit die Angst verunsicherter Computernutzer. Häufig schaltet die Software sogar bereits vorhandene Schutzprogramme aus. Für Antiviren-Programme ist es schwierig, die betrügerischen Doppelgänger zu erkennen, da diesen klassische Merkmale fehlen. Dies berichtet die Zeitschrift "c't" (Ausgabe 18/10).
Scareware verfolgt ein Ziel: Die Nutzer sollen für eine gefälschte und in der Regel völlig nutzlose Antiviren-Software zahlen.
Ist solche Scareware erst vom Nutzer installiert oder über Sicherheitslücken heimlich untergeschoben, folgen schrille Warnungen bis die teure Vollversion gekauft ist. Sie kosten oftmals zwischen 35 und 50 Euro. Ist die Zahlung erfolgt, verschwinden die vielen Hinweise auf angebliche Schädlinge.
Die rechtliche Situation ist schwierig, wie die Zeitschrift weiter berichtet. Einerseits stimmen die Betroffenen den Geschäftsbedingungen freiwillig zu. Andererseits enthalten einige Scareware-Varianten tatsächlich nützliche Elemente wie etwa die eigentlich kostenlose Open-Source-Antivirensoftware ClamAV. Wer sich bereits auf Scareware eingelassen hat, sollte seine Kreditkartennummer ändern.
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