SBC will AT&T für mehr als 16 Milliarden Dollar kaufen
Auch das "Wall Street Journal" berichtete in seiner Onlineausgabe über Verkaufsgespräche zwischen SBC und AT&T. Manager beider Firmen hätten sich in den vergangenen Wochen mehrfach getroffen, um eine mögliche Kombination zu diskutieren, die SBC wahrscheinlich weit mehr als 15 Milliarden Dollar kosten würde.
AT&T hatte 2004 einen starken Umsatzrückgang von 11,6 Prozent auf 30,5 Milliarden Dollar verbucht. Der Jahresverlust hatte 6,1 Milliarden Dollar betragen verglichen mit einem Gewinn von 1,9 Milliarden Dollar im Vorjahr. AT&T hat für 2005 einen weiteren Umsatzrückgang auf 25 Milliarden Dollar bis 26 Milliarden Dollar prognostiziert. SBC hatte 2004 einen Umsatz von 40,8 Milliarden Dollar, plus 0,7 Prozent. Der SBC-Jahresgewinn für 2004 war um 30 Prozent auf 5,9 Milliarden Dollar gefallen.
Bei einer Übernahme erhielte SBC das wichtige AT&T-Telekomgeschäft mit drei Millionen Unternehmskunden in den USA und im Ausland, ein globales Hochleistungsnetz sowie das stark schrumpfende AT&T- Ferngesprächsgeschäft. AT&T hat noch immer rund 25 Millionen amerikanische Ferngesprächskunden.
SBC würde bei einer erfolgreichen AT&T-Übernahme auf einem Gesamtumsatz von etwa 66 Milliarden Dollar kommen. SBC, die bisherige Nummer zwei unter den US-Telekomkonzernen, würde damit fast zum Branchenführer Verizon aufrücken. Die von SBC gemeinsam mit der US- Telefongesellschaft BellSouth kontrollierte Mobilfunkfirma Cingular Wireless hatte vor kurzem die Mobilfunkfirma AT&T Wireless für 41 Milliarden Dollar geschluckt und war damit zum grössten US- Mobilfunkanbieter geworden.
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