Saudi-Araber und Russen reden: Ölpreise steigen

Singapur - Nach Berichten über ein Treffen der beiden großen Förderländer sind die Ölpreise deutlich angestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April 34,77 US-Dollar. Das waren 1,38 Dollar mehr als am Montag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI zur Lieferung im März stieg um 1,33 Dollar auf 30,77 Dollar.

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Bild: Bohrinsel Bild: ©Ian Holland/fotolia.com / Text: dpa-AFX

Die Ölminister Saudi-Arabiens und Russland wollen sich an diesem Dienstag in der katarischen Hauptstadt Doha treffen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg mit Bezug auf informierte Kreise berichtete. Konkrete Gesprächsthemen wurden nicht genannt, es solle um die allgemeine Lage am Ölmarkt gehen. Dabei dürfte es jedoch vor allem um den Ölpreisverfall gehen, der sich seit Mitte 2014 auf etwa 70 Prozent beläuft.

Vertreter Venezuelas, das sich seit langem für Förderkürzungen ausspricht, sollen auch an dem Gespräch teilnehmen. Saudi-Arabien ist das mit Abstand produktionsstärkste Land des Ölkartells Opec, Russland ist ebenfalls einer der größten Ölförderer der Welt.

Saudi-Arabien hat sich bisher gegen Förderkürzungen ausgesprochen, weil es seine Marktanteile mit einem Preiskampf gegen aufstrebende Ölproduzenten verteidigen will. Das Land zeigt sich aber gesprächsbereit, wenn es um gemeinsame Kürzungen mit Ländern außerhalb der Opec wie Russland geht.

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