Sanierungsarbeiten im Atomkraftwerk Biblis in der Endphase
dpa
Biblis (dpa) - Die Sanierungsarbeiten an falsch montierten Dübeln im südhessischen Atomkraftwerk Biblis stehen kurz vor dem Abschluss. Das teilte eine Kraftwerkssprecherin am Mittwoch mit. Nach einem Bericht der vom Kraftwerksbetreiber RWE herausgegebenen Zeitschrift "MW: Mehr Wissen" (September) sind in Block B bereits alle Dübel saniert, die Arbeiten in Block A befinden sich in der Endphase. Bis die seit Oktober 2006 abgeschalteten Meiler wieder ans Netz gehen, sei aber noch einiges abzuarbeiten. "Erst wenn alle gutachterlichen Stellungnahmen vorliegen und die Behörden diese bewertet haben, können wir mit dem Wiederanfahren der Blöcke beginnen", wird Karsten Friedel, Projektleiter für die Reparaturarbeiten in Block B, in dem Blatt zitiert.
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Nach früheren Aussagen rechnet der Betreiber RWE damit, dass die beiden Atomreaktor-Blöcke bis Ende dieses Jahres wieder ans Netz gehen können. Im August hatte RWE-Chef Harry Roels die finanziellen Belastungen wegen des Ausfalles von Biblis im ersten Halbjahr 2007 auf rund 400 Millionen Euro beziffert.
Am 16. Oktober 2006 war Block B heruntergefahren worden, nachdem ein Gutachter bei Routinekontrollen im benachbarten Block A Montagemängel festgestellt hatte. Seit Mitte Oktober 2006 stehen beide Blöcke wegen tausender falsch montierter Dübel still. Die Dübel waren 2001 eingebaut worden und sollten unter anderem Rohrleitungen gegen Erdbeben sichern.
Der 1974 gebaute Block A ist der älteste noch laufende Atommeiler Deutschlands, er sollte eigentlich 2008 stillgelegt werden. RWE will die Laufzeit bis 2011 verlängern. Der zwei Jahre jüngere Block B soll nach ursprünglicher Planung 2009 abgeschaltet werden. Dieser Block wird indes dank übertragener Strommengen von Mülheim-Kärlich voraussichtlich bis 2011 Strom liefern.
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