Samsung übertrifft Erwartungen dank boomendem Handy-Geschäft
Seoul - Der Elektronik-Riese Samsung konnte im vergangenen Jahr von einem boomenden Handygeschäft profitieren. Dennoch sank der operative Gewinn um knapp sieben Prozent auf 16,2 Billionen Won (rund 11 Mrd Euro). Der Grund waren Einbrüche in der Bildschirm- und Chipsparte, denen starke Konkurrenz und zunehmender Preisdruck zu schaffen machten.
Der Umsatz legte dagegen 6,5 Prozent auf 164,7 Billionen Won (rund 111 Mrd Euro) zu, wie das Unternehmen am Freitag auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte.
Die Zahlen fielen zwar etwas besser als von Experten erwartet aus. Am Markt sorgten die Zahlen dennoch für Ernüchterung. Die Samsung-Aktie fiel bis kurz vor Handelsende in Seoul in einem schwachen Marktumfeld um 1,6 Prozent. Das Papier hatte 2011 allerdings auch ein Plus von rund elf Prozent verbucht, während der koreanische Leitindex deutlich an Wert verloren hatte. Samsung verkaufte im vergangenen Jahr erstmals mehr als 300 Millionen Handys.
Samsung veröffentlichte keine Zahlen für die einzelnen Sparten. Experten gehen aber von einem Gewinnsprung beim Geschäft mit Handys aus. Damit konnte das Unternehmen die Rückgänge in der Bildschirm- und Chipsparte aber nicht ganz ausgleichen. Besonders bei den gängigen Speicherbausteinen für Computern machte Samsung ein Preisrückgang von mehr als der Hälfte stark zu schaffen. Im Fernsehgeschäft leiden die Koreaner wie auch die Wettbewerber unter stagnierenden Umsätzen.
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