Samsung Galaxy S7 Edge im Test: Das beste Smartphone der Welt

Verivox | 10.03.2016
Bild: Samsung Galaxy S7 und S7 Edge ©Samsung Group

Heidelberg - Die neue Nummer 1 der Smartphone-Hitliste ist da! Größerer Touchscreen und dennoch eine deutlich längere Akkulaufzeit, plus die exzellente Kamera des kleinen Bruders: Das Samsung Galaxy S7 Edge gefällt im Test noch besser als das Standard-Modell des S7.


Im letzten Jahr stellte Samsung auf dem Mobile World Congress das Galaxy S6 und S6 Edge vor, beide mit 5,1-Zoll-Mattscheibe (129 Millimeter). Dieses Jahr spendierten die Koreaner der Edge-Variante gleich einen größeren um die Kante gewölbten Bildschirm: Das S7 Edge bringt es auf 5,5 Zoll (140 Millimeter) und damit auf knapp 17 Prozent mehr Anzeigefläche als das Galaxy S7. Ein signifikanter Zuwachs, der vor allem Multimedia-Fans gefallen dürfte. Doch das ist weitaus nicht der einzige Vorteil des Edge-Modells. So wurde der Monitor mit 478 statt 431 Candela pro Quadratmeter auch eine Spur heller – 42 Prozent mehr als für AMOLED-Panels üblich. Das S7 Edge rangiert damit sogar schon leicht über dem Durchschnitt für LCD-Displays, die im Allgemeinen etwas heller strahlen als OLED-Panels. Die Auflösung blieb indes gleich: 1440 x 2560 Bildpunkte. Ergo ging die Schärfe im selben Maße zurück wie die Größe zulegte: 443 statt 516 Pixel pro Quadratmillimeter (534 statt 577 ppi). Doch das sieht man in der Praxis nicht im mindesten, Interessenten dürfen diesen Umstand somit getrost ignorieren.

Größer, doch angenehmer

Natürlich ist mit dem Monitor auch das gesamte Telefon gewachsen: 73 x 151 statt 70 x 142 Millimeter sind es nun. Das merkt man bei der Bedienung mit einer Hand durchaus, doch steht auf beiden Modellen die Möglichkeit offen, den Bildschirminhalt durch dreimaliges Klicken auf die Home-Taste zu verkleinern und an den unteren Rand zu ziehen – für die nötigsten Aktionen ein passabler, aber nicht wirklich befriedigender Kompromiss. Das Gewicht von 157 statt 149 Gramm ist hingegen nicht einmal im direkten Vergleich gravierend, ebenso wenig wie die Dicke von 7,9 statt 7,8 Millimeter. Trotz der Zuwächse gefällt die Haptik des Edge besser als die des S7: Aufgrund der beidseits gewölbten Seitenkanten, die auf der Rückseite identisch vorzufinden sind, liegt das Edge verblüffend angenehm in der Hand, fast drängt sich die Bezeichnung Handschmeichler auf. Da haben die Designer und Ingenieure fast so etwas wie die Verkreisung des Rechtecks vollbracht. Respekt!

Beste Kamera

Die Ausstattung von LTE bis hin zu den 32 (netto: 22,1) Gigabyte internem, erweiterbarem Speicher ist exakt identisch. Das schließt den bärenstarken Exynos-8890-Prozessor ein, dank dem die beiden Samsungs Rang 3 und 4 der Prozessor-Charts belegen, schneller sind aktuell nur noch das iPhone 6S und 6S Plus. Auch die exzellente Kamera ist dieselbe wie im Basis-S7: Diese nimmt die besten Fotos und Videos auf, die man derzeit auf einem Smartphone finden kann. Deshalb sei für weitere Details auf Ausstattung, Multimedia-Qualität, Verarbeitung und Handhabung auf den Test des Galaxy S7 verwiesen.

Neuer Laufzeit-Rekord

Der Akku hat ebenfalls zugelegt und fasst nun 3.600 statt 3.000 Milliamperestunden. In Relation zur Displaygröße macht das ein Plus von lediglich drei Prozent aus. Dennoch vollbringt das S7 Edge das Kunststück, damit die ohnehin schon grandiose Laufzeit des kleinen Bruders noch erheblich zu toppen: Im Test bei der Videowiedergabe mit 200 Candela im Flugmodus erreicht der Proband sensationelle 768 Minuten. Das sind 60 Prozent mehr als im Durchschnitt aller in den letzten 24 Monaten getesteten Smartphones und setzt einen neuen Rekord. Zum Vergleich: Das Galaxy S7 liegt mit seinen 696 Minuten 45 Prozent über dem Mittel und hat damit Rang 2 inne.

Optimierter Edge-Screen

Nicht zu vergessen wären da noch die zusätzlichen Funktionen des Edge-Bildschirms, den die Entwickler wesentlich breiter gestaltet haben als bei früheren Edge-Modellen. Damit kann man nun eindeutig mehr anfangen, die neuen Features zeigt das folgende Video vom Launch-Event auf dem Mobile World Congress:

Es bleibt aber Fakt, dass man all dies ebenso gut auch einem flachen Touchscreen realisieren könnte … wenn man denn wollte.

Samsung Galaxy S7 Edge mit Tarifen

Alle Smartphone-Testberichte

Ein Hoch auf die Nachtuhr

Bereits im Test des S7 wurde erklärt, warum das neue Always-on-Display zwar eine prima Idee, aber (zumindest momentan noch) alles andere als perfekt ist. Details hierzu auch im folgenden Video zu den neuen Features von S7 und S7 Egde:

Zu den Kritikpunkten am Always-on-Display gehört auch, dass es den einen oder anderen Nutzer auf dem Nachttisch womöglich stören könnte, weil sich die Helligkeit nicht manuell justieren lässt. Und selbst bei aktivierter Beleuchtungsautomatik wird die Helligkeit zwar im Dunkeln reduziert, ist aber immer noch recht hoch. Es fehlt schlicht ein Zeitfenster, in dem sich die Standby-Anzeige vollständig ausschalten lässt. Zumal die Always-on-Anzeige gelegentlich an eine andere Position springt, was ebenfalls nerven kann. All diese Probleme beseitigt die „Nachtuhr“, die allerdings allein auf dem Edge zur Verfügung steht: Für die sehr dezente, dunkle und stabile Uhr-Anzeige im Kanten-Bildschirm lässt sich nämlich ein Zeitfenster programmieren, und in diesem wird dann das Always-on-Display automatisch ausgeschaltet.

Fazit

Schon das Galaxy S7 konnte im Test weitgehend überzeugen und setzte mit dem stärksten Prozessor unter Android sowie der besten Smartphone-Kamera überhaupt zwei neue Rekorde. Beim Samsung Galaxy S7 Edge kommt nun ein dritter hinzu: Der Akku hält nämlich noch einmal zehn Prozent länger durch als der des S7 und liegt mit einer Laufzeit von 60 Prozent über Durchschnitt auf Rang 1. Selbst Intensivnutzer sollten also mit dem S7 Edge locker über den Tag kommen.

Hinzu kommt der 17 Prozent größere Touchscreen, die angenehmere Haptik sowie der Edge-Screen samt seinen zusätzlichen Funktionen. Letztere beinhalten unter anderem die Nachtuhr, welche ein Problem des neuen Always-on-Displays beseitigt, von dem sich mancher Kunde in der Nacht womöglich gestört fühlen könnte. Damit kann sich das S7 Edge klar vor seinen kleinen Bruder setzen und hält damit Rang 1 der Verivox-Charts. Es ist das beste Smartphone, das man derzeit kaufen kann – inklusive der iPhones.

Dennoch bleiben die für das Galaxy S7 genannten Kritikpunkte auch für das S7 Edge bestehen. Dazu zählen vor allem das derzeit noch suboptimale Always-on-Display, die ungeschickte Position des Fingerabdruck-Sensors unter dem Home-Button sowie die fehlenden Features UKW-Radio, Infrarot-Sender, USB 3.1 und Typ-C-Buchse. Details hierzu finden sich im Test des Galaxy S7.

Allerdings ist das Galaxy S7 Edge mit aktuellen Preisen von 799 Euro noch einmal 100 Euro teurer als das Basis-S7, weshalb das Preis-Leistungs-Verhältnis noch schlechter ausfällt: 50 statt 45 Prozent unter Durchschnitt. Etwas mehr fürs Geld erhalten Kunden also beim S7. Wer hier das Meiste für sein Geld bekommen möchte, sollte indes zum Galaxy S5 greifen, das ebenfalls wasserdicht sowie mit einem ausdauernden Akku gesegnet ist, über einen erweiterbaren Speicher verfügt und mit einer Prozessorleistung von 22 Prozent über Mittel immer noch mehr als genug PS unter der Haube hat für Otto Normalnutzer. Mit aktuell 330 Euro kostet es weniger als die Hälfte und rangiert daher lediglich 4 Prozent unter dem Durchschnitt. Interessenten sollten sich also gut überlegen, ob sie all die Vorteile des Galaxy S7 Edge überhaupt brauchen oder lieber rund 470 Euro sparen wollen.



Weitere Nachrichten vom 10.03.2016


 

Verivox-Tipp

smartmobil
Unser Tipp:
  • Allnet-Flat
  • 2 GB Datenvolumen
  • EU-Paket

monatlich 7,99 € Zum Angebot
© 2016 – Das unabhängige Verbraucherportal Verivox vergleicht kostenlos Tarife und Produkte in den Bereichen Energie, Telekommunikation, Versicherungen, Finanzen, Fahrzeuge und Immobilien. Verivox verwendet größte Sorgfalt auf Vollständigkeit und Richtigkeit der dargestellten Informationen, kann aber keine Gewähr für diese oder die Leistungsfähigkeit der Anbieter übernehmen.