Sachverständige: Längere AKW-Laufzeiten senken Strompreise nicht
AFP
Berlin (AFP) - Längere Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke würden nach Einschätzung von Experten nicht zu niedrigeren Strompreisen führen. "Dafür gibt es keinen Ansatzpunkt", sagte der Vorsitzende des Sachverständigenrats der Bundesregierung (SRU), Olav Hohmeyer, dem ZDF-Magazin "Frontal" vom Dienstag.
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Vielmehr würde dies nur die Profite der Energiekonzerne erhöhen. Hohmeyer widersprach damit Plänen der CDU/CSU. Die Union verspricht sich von längeren AKW-Laufzeiten einen Beitrag zur Senkung der Strompreise. "Beim Stromkunden kommt davon kein einziger Cent an", sagte zu "Frontal" auch der Energieexperte des Ökoinstituts in Berlin, Felix Matthes. Er wies darauf hin, dass für den Strompreis der Handel an der Börse ausschlaggebend sei. Daher sei auch in Frankreich, wo 85 Prozent des Stroms in Atomkraftwerken erzeugt wird, der Großhandelspreis für Strom exakt genauso hoch wie in Deutschland. Die zusätzlich zu erwartenden Gewinne der deutschen Stromerzeuger durch längere Laufzeiten bezifferte Matthes auf rund 80 Milliarden Euro.
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