RWE will nicht für Stromausfall in Trier und Luxemburg zahlen
dpa | 29.11.2004
Weitere Informationen
- Kritik an RWE nach grossem Stromausfall im Raum Trier und Luxemburg
- RWE schliesst Ursachenanalyse zu Stromausfall in Trier ab
- RWE stellt Strafanzeige nach Stromausfall in Trier und Luxemburg
- RWE-Stromausfall: Bisher keine konkreten Hinweise auf Sabotage
- RWE-Stromausfall: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein
gesamtes Archiv
Trier (dpa/lrs) - Der Energiezulieferer RWE sieht keine Haftungspflicht nach dem grossflächigen Stromausfall in Trier und Luxemburg am 2. September. Es sei weder fahrlässiges noch vorsätzliches Fehlverhalten bei dem Unternehmen nachweisbar, sagte der Geschäftsführer der RWE Transportnetz GmbH, Klaus Kleinekorte, am Montag in Trier. Es gebe keine betrieblichen Gründe für den Stromausfall. Bei der Vorstellung des Abschlussberichts zu dem Blackout gab RWE bekannt, dass es 320 Anträge auf Schadenersatz gebe. Unternehmen, Behörden und Privatleute fordern demnach 760.000 Euro.
- Anzeige -
Bezahlen werde dies RWE nicht, sagte Kleinekorte. Nach Abschluss aller Untersuchungen gebe es keinen Hinweis darauf, warum es an einer 220.000-Volt-Hochspannungsleitung am 2. September zu einem Kurzschluss kam. Dieser Kurzschluss löste laut RWE eine Kettenreaktion unglücklicher Umstände aus, deretwegen auch Reserveleitungen ausfielen. Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hatte Mitte November ihre Ermittlungen wegen Sabotageverdachts eingestellt. Es gab demnach keine Hinweise auf eine Straftat.
Laut Staatsanwaltschaft hat aller Wahrscheinlichkeit nach ein Brand oder Kurzschluss zu einem Schaden an der Leitung im saarländischen Merzig geführt. Möglich sei, dass ein Vogel den Kurzschluss an der Überlandleitung auslöste. Nach dem Ausfall der Leitung habe sich ein Schutzgerät an einer anderen Leitung abgeschaltet und den Stromfluss so gestoppt. Eine weitere Leitung war wegen Wartungsarbeiten nicht in Betrieb, die vierte brach schliesslich wegen Überlastung zusammen. In der Region von Eifel, Mosel und Hunsrück mit mehr als eine Million Einwohnern war die komplette Versorgung laut RWE nach viereinhalb Stunden wieder hergestellt.
Weitere Nachrichten vom 29.11.2004
- DONG Naturgas will von Lübeck aus in deutschen Markt vorstossen
- CIA will Chaträume überwachen
- Studie: Durchschnittlich ein Computer für zwölf Schüler
- Regionale Versorger warnen vor Mängel bei Energierechtsnovelle
- Ämter weisen Berichte über falsche Gasrechnungen zurück
- Baustart für Sunways-Solarzellenfabrik - Markt wächst kräftig
- VDEW: Unbundling treibt Kosten in die Höhe
- Erstmals Prozess wegen Frühpensionierungen bei der Telekom
- Häuslebauer im Osten heizen vermehrt mit Erdwärme
- Chemie-Industrie dringt auf niedrigere Kosten für Energienetznutzung
- Hilfsaktion für Kinder: Weihnachtsbaum per SMS erleuchten
- Zeitung: Fast 43 Prozent der Gasrechnungen sind falsch
- Geschäft mit der Gülle - Boom für Biogasanlagen in Thüringen
- Entlassener EnBW-Reaktorchef hatte Sicherheitsfragen massiv kritisiert
- Neuer Stromausfall in Spanien - Fünfter Blackout in zehn Tagen
- WAZ: RAG schwächt Saarland und stärkt das Ruhrgebiet
- Telekom senkt Personalkosten 2004 um eine halbe Milliarde Euro
- Stellenabbau bei Telekom mit Vivento erfolgreich
- Deutsche Telekom vergibt wieder 4.000 Ausbildungsplätze
- Forschung für die Zukunft: Kernfusionsexperiment bekommt Hitzeschild
- Forscher wollen Öko-Strom aus der Kraft der Osmose gewinnen
- Verbraucherzentrale Berlin: Gasrechnung nur unter Vorbehalt zahlen

