RWE verabschiedet endgültig sich von American Water
Essen/New York - Der Energieversorger RWE
RWE hatte erst in der vergangenen Woche seine Beteiligung von zuletzt 23,5 Prozent zum Preis von 21,63 Dollar je Aktie heruntergefahren. Käufer heute wie damals war ein Bankenkonsortium. Dieses nutzte jetzt seine Option, die restlichen Aktien zum gleichen Preis zu übernehmen.
Der deutsche Konzern hatte American Water 2003 für gut 4,5 Milliarden Euro gekauft und zudem Schulden übernommen. Der damalige RWE-Chef Dietmar Kuhnt wollte RWE zum weltgrößten Wasserversorger machen. Diesen Plan gab Nachfolger Harry Roels in einem spektakulären Strategiewechsel auf. Seitdem konzentriert sich RWE auf das margenstarke Strom- und Gasgeschäft. Bereits seit 2006 ist der britische Wasserversorger Thames Water verkauft. 2008 begann die Trennung von American Water.
RWE-Chef Großmann will den Konzern künftig auf Europa beschränken. Nach der Übernahme des niederländischen Versorgers Essent zum 1. Oktober sieht er vor allem in Ost- und Südosteuropa Wachstumschancen. Einzig die Erneuerbare-Energien-Tochter RWE Innogy blickt weiter auf die USA. Spartenchef Fritz Vahrenholt kündigte kürzlich an, ins dortige Biomasse-Geschäft einsteigen zu wollen.
Weitere Nachrichten vom 25.11.2009
- Ökostrom-Produktion boomt
- Russische und ukrainische Energiekonzerne schließen Gasabkommen
- Polizei gelingt bedeutender Schlag gegen Internet-Betrüger
- Browser Opera punktet mit vielen Extras
- Online-Netzwerk Facebook bereitet Börsengang vor
- Englisches Atomkraftwerk nach Brand abgeschaltet
- Microsoft-Finanzchef verlässt Konzern
- Röttgen: Atomausstieg ist nicht rückgängig zu machen
- Ölpreise sind leicht gestiegen

