RWE steigt mit Partnern in spanisches Solarthermie-Kraftwerk ein
München - Der Energieriese RWE, die Stadtwerke München und der Kölner Stromversorger RheinEnergie wollen gemeinsam in ein Solarthermie-Projekt in Südspanien einsteigen. Wie der Minderheitseigentümer Solar Millennium am Freitag mitteilte wollten sie sich an dem im Bau befindlichen Parabolrinnen-Kraftwerk Andasol 3 beteiligen. Die ersten beiden der drei geplanten Andasol-Kraftwerke seien bereits in Betrieb. Der Solarthermie-Spezialist Solar Millennium hatte diese zusammen mit einem spanischen Anlagenbauer errichtet. Andasol 3 solle 2011 ans Netz gehen. Die drei Kraftwerke sollen später etwa eine halbe Million Menschen mit umweltfreundlichem Strom versorgen.
Die Stadtwerke München halten den Angaben zufolge 48,9 Prozent der Anteile, die RWE-Ökostromtochter Innogy zusammen mit RheinEnergie 25,1 Prozent. Die übrigen 26 Prozent bleiben im Besitz des Gemeinschaftsunternehmens Solanda, das vom Projektentwickler MAN Ferrostaal und Solar Millennium gehalten wird. Angaben zu Kaufpreis und Investitionssummen wurden zunächst nicht gemacht.
In solarthermischen Kraftwerken werden Sonnenstrahlen gebündelt. Die dadurch entstehenden hohen Temperaturen können Wasserdampf erzeugen, der wiederum Turbinen zur Stromerzeugung antreibt. Die Technologie gilt vielen als wirtschaftlicher als die herkömmliche Photovoltaik, bei der die Sonneneinstrahlung direkt in Strom umgewandelt wird. So erzeugen solarthermische Anlagen auch noch dann Strom, wenn die Sonne bereits untergegangen ist. Die Technologie soll auch beim geplanten spektakulären Wüstenstrom-Projet Dersertec eingesetzt werden.
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