RWE startet Pilotanlage zur CO2-Abtrennung in Kraftwerken
Im rheinischen Braunkohlekraftwerk Niederaußem bei Köln sollen in einer kleinen Testanlage ab 2009 zunächst neue Technologien und Lösungsmittel der BASF bei der CO2-Abtrennung erprobt werden. Linde wird die Anlage bauen.
Noch sei die Entwicklung von Verfahren zur CO2-Wäsche und -Speicherung nicht wirtschaftlich und mit hohen finanziellen Risiken behaftet, betonte Lambertz. Vom Bundeswirtschaftsministerium habe RWE inzwischen eine unverbindliche Zusage über die Fördermittel zur Realisierung dieser Kraftwerkstechnologien erhalten. Experten schätzen laut RWE-Angaben derzeit die Gesamtkosten für Kohlekraftwerke auf 50 bis 70 Euro je Tonne CO2. Nach erfolgreichem Abschluss der Pilotphase will RWE eine größere Demonstrationsanlage errichten.
Auch der Energiekonzern E.ON arbeitet vor dem Hintergrund der politischen Vorgaben zur Reduktion der Treibhausgase bis 2020 an Techniken zur Abtrennung von Kohlendioxid. An eigenen Kraftwerkstandorten plant das Unternehmen, etwas später als RWE, Pilotanlagen zur Verbesserung der Techniken und Waschsubstanzen. Spätestens 2011 soll eine Testanlage in Betrieb gehen. Ab 2014 wollen die Düsseldorfer dann eine deutlich verbesserte Anlage in Betrieb nehmen, die auch CO2 für die Speicherung im Untergrund liefern soll.
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