RWE sieht Trendwende bei Zahl der Stromkunden

dpa | 24.09.2008
Bild: Stromleitungen


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Essen (dpa) - Nach dem Verlust von rund 200 000 Stromkunden in der ersten Jahreshälfte sieht der zweitgrößte deutsche Energiekonzern RWE für den August eine Trendwende. Unterm Strich sei es im vergangenen Monat wieder gelungen, die Zahl der Stromkunden um 6000 zu erhöhen, sagte der für das Tagesgeschäft im Konzern zuständige Chief Operating Officer (COO), Ulrich Jobs, am Mittwoch in Essen. Hohe Kundenverluste habe es dabei vor allem zum Jahresbeginn gegeben, während es zur Jahresmitte zunächst ein ausgeglichenes Ergebnis beim Saldo der Kundenbewegungen gegeben habe.


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Bis zum Jahresende werde man nun versuchen, die eingetretenen Kundenverluste im Geschäft mit Privatkunden aus der ersten Jahreshälfte "möglichst" wieder auszugleichen. Bei den Industriestromkunden, für die RWE der größte Lieferant in Deutschland ist, werde dagegen nicht mit Abwanderungsbewegungen "in sehr großem Umfang" gerechnet.

Bei den privaten Stromabnehmern wolle man künftig vor allem die Zahl der Kunden des konzerneigenen Billigstromanbieters "eprimo" von derzeit rund 280 000 um weitere 100 000 erhöhen. In den vergangenen Monaten hatte RWE die Werbeanstrengungen für den neuen Stromanbieter verstärkt. Die Gewinnschwelle bei "Eprimo" werde voraussichtlich jedoch erst in zwei bis drei Jahren erreicht. Beim Gas sei derzeit ein Festpreisangebot von RWE besonders gefragt, das den Kunden eine Preisstabilität von bis zu drei Jahren garantiere, sagte Jobs. Mit rund 120 000 Kunden für dieses Angebot seien die Erwartungen von RWE "deutlich" übertroffen worden.

Bei dem laufenden Programm zur Effizienzsteigerung des Konzerns habe man von den bis zum Jahr 2012 geplanten Einsparungen von 1,2 Milliarden Euro rund eine Milliarde Euro "bereits abgearbeitet". "200 Millionen Euro sind von dem Versprechen noch offen", sagte Jobs. Dabei seien Entscheidungswege verkürzt und Doppelarbeit vermieden worden. Es handele sich nicht um ein Jobabbauprogramm. Dabei sei jedoch nicht ausgeschlossen, dass durch Fluktuation frei werdende Stellen nicht wieder besetzt würden. Betriebsbedingte Kündigungen seien bis 2012 ausgeschlossen.

Nach der Entscheidung gegen einen Einstieg beim russischen Regionalversorger TGK-2 sei RWE weiterhin mit russischen Unternehmen im Gespräch, sagte Jobs. Einzelheiten zu möglichen Gesprächspartnern wollte der RWE-Manager nicht nennen. RWE hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass ein Engagement bei TGK-2 unter anderem vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung des Kaufpreisniveaus und des regionalen Wärme- und Stromerzeugers "nicht sinnvoll" gewesen sei.



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