RWE prüft offenbar Bau eines Steinkohlekraftwerks in Sachsen-Anhalt
Frankfurt/Main/Arneburg - Der Energiekonzern RWE prüft offenbar den Bau eines Steinkohlekraftwerks im Norden Sachsen-Anhalts. Der Kohleblock könnte demnach in dem Industrie- und Gewerbegebiet Arneburg bei Stendal entstehen, berichtet die Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires am Dienstag unter Berufung auf eine mit der Situation vertrauten Person. Über das Kraftwerksprojekt verhandele RWE bereits seit mehreren Monaten mit dem Wirtschaftsministerium in Magdeburg.
Eine Inbetriebnahme sei im Zeitraum 2014 bis 2018 denkbar, hieß es. Eine endgültige Entscheidung ist dem Vernehmen nach noch nicht gefallen. Derzeit überprüfe der Essener Energiekonzern aber bereits das Gelände sowie die logistische Anbindung des Standorts. Ein Sprecher der RWE-Kraftwerkstochter RWE Power wollte die Informationen nicht näher kommentieren. Auf Anfrage hieß es lediglich, RWE prüfe "im Rahmen der Daseinsvorsorge" permanent Kraftwerksstandorte in Deutschland.
Von Bedeutung für die Standortentscheidung von RWE könnte darüber hinaus auch sein, dass im Norden Sachsen-Anhalts Möglichkeiten zur unterirdischen Kohlendioxid-Einspeicherung bestehen. Für ein Steinkohlekraftwerk mit CCS-Technologie (Carbon Capture und Storage) wäre das ein klarer Vorteil. Momentan planen die Energiekonzerne Vattenfall Europe und GDF Suez in der Altmark ein Pilotprojekt zur Einlagerung von Kohlendioxid.
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