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RWE plant einmaliges Kraftwerksprojekt - C02 wird eingelagert

dpa | 30.03.2006
Bild: Stromleitungen


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Essen (dpa) - Mit einem weltweit einzigartigen Kraftwerksprojekt will der Essener RWE-Konzern die CO2-Belastung der Umwelt vermeiden. Das Gas werde dazu mit erstmals in großtechnischem Maßstab eingesetzten Verfahren abgetrennt und eingelagert, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Essen mit. Als Speicher kämen dabei etwa ehemalige Erdgaslagerstätten in Frage. Die Gesamtkosten der Investition bezifferte das Unternehmen auf rund eine Milliarde Euro. Das 450 Megawatt-Kraftwerk könne frühestens 2014 ans Netz gehen.

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Erste konkrete Planungsschritte seien bereits eingeleitet worden, hieß es. Unklar sei derzeit auch, ob das neue Kraftwerk mit Steinkohle oder Braunkohle betrieben werde. Dabei liege eine "Präferenz bei der heimischen Braunkohle", teilte RWE mit. Auch der Standort sei noch unklar. Mit ersten Entscheidungungen sei in der zweiten Jahreshälfte 2007 zu rechnen.

Ein Sprecher des RWE-Konkurrenten Vattenfall wies darauf hin, dass das Unternehmen bereits im Jahr 2008 die Errichtung einer Pilotanlage zur CO2-Abspaltung am Standort Schwarze Pumpe in der Lausitz plane. Das 30 Megawatt-Braunkohlen-Kraftwerk werde mit Investitionen von rund 40 Millionen Euro errichtet. Die Abspaltung des Kohlendioxids werde dabei jedoch nach einem anderen Verfahren als bei RWE erfolgen. Die Umsetzung im großtechnischen Maßstab sei dann in einem weiteren Schritt geplant.

Bis 2020 plant RWE Gesamt-Investitionen in seinen deutschen Kraftwerkspark von rund zwölf Milliarden Euro, teilte das Unternehmen in Essen mit. Allein rund 2,2 Milliarden Euro sollen dabei in den Bau eines zweiten und dritten Kraftwerksblocks in Neurath im rheinischen Braunkohlenrevier fließen. Darüber hinaus befinde sich ein neues Steinkohlekraftwerk in Hamm in Planung.

Für die nächste Kraftwerksgeneration, die nach 2010 errichtet werden solle, würden bereits neue Technologien entwickelt, um die Energieausbeute weiter zu steigern. Dadurch könne etwa der so genannte Wirkungsgrad neuer Braunkohlenkraftwerke auf über 50 Prozent erhöht werden.



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