RWE plädiert für breiten Energiemix - nicht zu stark auf Gas setzen
Essen - Vor dem Hintergrund des Gas-Streits zwischen Russland und der Ukraine hat der Vorstandsvorsitzende der RWE Power, Johannes Lambertz, vor einer Abkehr vom derzeitigen Energiemix gewarnt. "Ein breiter Energiemix ist ein Schutzschild", sagte Lambertz am Freitag in einem Gespräch mit der Deutschen Presse- Agentur dpa. Man solle sich davor hüten, zu stark auf Gaskraftwerke zu setzen.
Wichtig sei vielmehr ein Energiemix, der neben Gas und den erneuerbaren Energien auch Kohle und Kernkraft einbeziehe. Im vergangenen Jahr seien in Deutschland 67 Prozent des Stroms auf der Basis von Kohle und Kernkraft produziert worden.
Die Verfügbarkeit von Strom aus Windenergie sei zudem in Phasen mit sehr kalter Witterung eingeschränkt, da bei derartigen Temperaturen in der Regel Windstille herrsche. Bei einer in Deutschland installierten Windenergie-Leistung von 23.000 Megawatt habe die Produktion am Donnerstag dieser Woche (8. Januar) nur bei unter 900 Megawatt gelegen.
Die kalten Temperaturen bereiteten jedoch auch bei dem Brennstoff- Nachschub der Steinkohle-Kraftwerke des Unternehmens Probleme. Die Versorgung über Schiene und Wasserstraßen sei angesichts von Transportproblemen zunehmend schwieriger. Derzeit seien jedoch noch ausreichend Vorräte vorhanden. Bei einem Anhalten der Wetterlage könne es jedoch in ein bis zwei Wochen zu Problemen kommen. Die Stromproduktion aus Braunkohle sei hingegen nicht betroffen.
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