RWE kann Gewinn trotz Wirtschaftskrise steigern
Essen - Trotz Wirtschaftskrise und einer gesunkenen Nachfrage nach Strom hat der Energieriese RWE im vergangenen Jahr seinen Gewinn steigern können. Der betriebliche Gewinn stieg um vier Prozent auf 7,1 Milliarden Euro, wie der Konzern am Donnerstag in Essen mitteilte. Das für die Dividendenzahlung wichtige bereinigte Nettoergebnis lag bei fünf Prozent. Der Konzern will demnach pro Aktie 3,50 Euro ausschütten. "RWE hat der Krise getrotzt und sogar etwas mehr erreicht als versprochen", erklärte Vorstandschef Jürgen Großmann.
Wegen der Wirtschaftskrise war nach Konzernangaben im vergangenen Jahr in allen RWE-Märkten die Energienachfrage zurückgegangen. Eigenerzeugung und Fremdbezug sanken demnach um zehn Prozent auf 300 Milliarden Kilowattstunden. Der Stromabsatz sei um elf Prozent auf 283 Milliarden Kilowattstunden gesunken. Auch für dieses Jahr erwartet der Konzern noch eine niedrige Energienachfrage, denn die "energieintensiven Industrien werden auch noch 2010 und in den Folgejahren beeinträchtigt sein". Es werde einige Jahre dauern, bis die europäische Wirtschaft wieder das Niveau des Jahres 2008 erreiche, erklärte Großmann.
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