RWE hat gute Chancen auf Einstieg bei Gaspipeline-Projekt Nabucco
AFP
Düsseldorf (AFP) - Der deutsche Energieversorger RWE hat gute Chancen auf einen Einstieg beim Pipeline-Projekt Nabucco. RWE liege vor dem französischen Konkurrenzunternehmen Gaz de France, sagte ein Vertreter des türkischen Energieministeriums dem "Handelsblatt" vom Montag. Die Pipeline mit einer vorgesehenen Länge von etwa 3300 Kilometern soll Erdgas aus dem Nahen Osten und dem Raum des Kaspischen Meers nach Westeuropa bringen. Ziel ist es vor allem, unabhängiger von Russland als Lieferant und Transitland zu werden.
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An dem Projekt sind insgesamt fünf Energieversorger beteiligt: die österreichische OMV, die bulgarische Bulgargaz, die ungarische MOL, die rumänische Transgas und die türkische Botas. Das Konsortium sucht laut "Handelsblatt" seit Monaten nach einem sechsten Partner aus einem Abnahmeland in Westeuropa und habe zunächst Gaz de France bevorzugt. Vor allem das türkische Staatsunternehmen Botas habe aber gezögert.
Laut der Zeitung gibt es einen Zusammenhang mit dem Armenien-Beschluss des französischen Parlaments, wegen der die Türkei bereits Rüstungsaufträge in Frankreich storniert hatte. Die Nationalversammlung hatte im vergangenen Jahr entschieden, das Leugnen eines Völkermordes an Armeniern im Ersten Weltkrieg unter Strafe zu stellen. Die Türkei lehnt die Einstufung der Verbrechen als Völkermord ab.
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