RWE erhöht Netznutzungspreise - Scharfe Kritik durch den Bund der Energieverbraucher
dpa | 01.10.2002
Dortmund(dpa) - Der Bund der Energieverbraucher hat die
angekündigte Erhöhung der Netznutzungspreise des Stromnetzbetreibers
RWE Net scharf kritisiert. Es handele sich um einen "krassen
Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung", warf der Verband am
Dienstag dem Dortmunder Unternehmen vor. RWE Net sei der
gewinnträchtigste Unternehmenszweig des RWE-Konzerns und habe im
ersten Halbjahr 2002 ein Betriebsergebnis von 310 Millionen Euro
erwirtschaftet. Der Verband wandte sich an das Bundeskartellamt. Es
sei wahrscheinlich, dass die anderen Netzbetreiber dem Beispiel
folgten und die ohnehin schon überhöhten Netznutzungspreise weiter
stiegen.
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Der Stromnetzbetreiber RWE Net will zum 1. Februar 2003 die
Netznutzungspreise für Stromanbieter erhöhen. Als Grund gab das
Unternehmen den gestiegenen Bedarf an so genannter Regelenergie an.
Die Preiserhöhungen liegen zwischen 2 Prozent bei Niederspannung und
7,2 Prozent in der Höchstspannungsebene. Für die Endverbraucher werde
die Steigerung gering ausfallen: Ein Durchschnittshaushalt mit einem
Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden werde voraussichtlich mit
Mehrkosten von 0,12 Cent pro Kilowattstunde zur Kasse gebeten. Mit
der Regelenergie werden Differenzen zwischen der Einspeisung und der
tatsächlichen Entnahme von Strom durch Kunden kurzfristig
ausgeglichen.
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