RWE-Chef Großmann will seinen Vertrag erfüllen

dpa-AFX


Weitere Informationen

gesamtes Archiv
RSS-Feed abonnieren



Essen - Der Chef des Energiekonzerns RWE, Jürgen Großmann, möchte seinen bis September 2012 laufenden Vertrag erfüllen. Das versicherte er am Montag in einem Brief an die Mitarbeiter, der der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX vorliegt. Der 57-Jährige dementierte das Gerücht, dass er seinen Vertrag als Vorstandschef vorzeitig beenden wolle, um in den Aufsichtsrat zu wechseln. "Normalerweise" kommentiere er solche Spekulationen nicht, betonte Großmann. Doch in diesem Fall sehe er sich zu diesem Schritt genötigt.


- Anzeige -

Die Gerüchte waren aufgetaucht, nachdem der bisherige Aufsichtsratschef Thomas Fischer am Mittwoch auf der Hauptversammlung des Konzerns überraschend seinen Rücktritt von diesem Amt verkündet hatte. Offiziell hatte der frühere WestLB-Chef diesen Schritt mit seiner "persönlichen Lebensplanung" begründet. Während der Versammlung hatte er sich aber massiv über Indiskretionen im Kontrollgremium beschwert. Zuletzt wurde etwa immer wieder über Zerwürfnisse zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstandschef berichtet. So soll Großmann etwa mit Rücktritt gedroht haben, falls er für seinen Kurs nicht die Unterstützung des Aufsichtsrates bekommt.

Großmann krempelt seit seinem Amtsantritt im Herbst 2007 den Konzern um. In dem Brief an die Mitarbeiter betonte er, dass ihm die Aufgabe als Chef von RWE "riesig Spaß" mache. "Außerdem tut es gut zu sehen, dass RWE in der letzten Zeit sehr gute Fortschritte gemacht hat." Er sehe das Unternehmen aber noch lange nicht am Ziel. Es werde dabei auch Rückschläge geben, die aber keinen Vorwand liefern dürften, vom eingeschlagenen Kurs abzuweichen. "Gemeinsam werden wir dieses Unternehmen zu einem der, wenn nicht sogar zu dem besten Energieunternehmen in Europa machen", formulierte Großmann.

Medienberichten zufolge will der Aufsichtsrat an diesem Freitag über die Nachfolge Fischers an der Spitze entscheiden. Da der 61-Jährige dem Gremium weiter angehören will, muss der neue Chefkontrolleur aus dem Kreis der bisherigen Aufsichtsräte gefunden werden. Als Favorit gilt der frühere Bayer-Chef Manfred Schneider. Er ist bereits Vorsitzender der Aufsichtsräte von Linde und Bayer. Er gilt mit seinen 70 Jahren als Übergangskandidat bis 2011. Dann wird ein neuer Aufsichtsrat bei RWE gewählt.



Weitere Nachrichten vom 27.04.2009

Kostenlose Beratung
0800 80 80 890
Mo-Fr 8-20 Uhr
Sa 9-16 Uhr

Häufig gestellte Fragen
Skype Video-Beratung
Verivox ist ausgezeichnet
Benachrichtigungsservice
Aktuelle Tarifangebote für
Sie zusammengestellt.
Wechseln über Verivox
Herr Müller zeigt, wie's geht. Herr Müller
  • Schnell und einfach sparen
  • Über 12 Jahre Erfahrung
  • Über 4 Millionen Kunden
mehr Vorteile
Services
Geschäftspartner
MeinVerivox
  • Newsletter mit Spartipps
  • Aktionen & neue Tarife
  • Aufträge verfolgen