RWE-Chef Großmann will seinen Vertrag erfüllen
Essen - Der Chef des Energiekonzerns RWE
Die Gerüchte waren aufgetaucht, nachdem der bisherige Aufsichtsratschef Thomas Fischer am Mittwoch auf der Hauptversammlung des Konzerns überraschend seinen Rücktritt von diesem Amt verkündet hatte. Offiziell hatte der frühere WestLB-Chef diesen Schritt mit seiner "persönlichen Lebensplanung" begründet. Während der Versammlung hatte er sich aber massiv über Indiskretionen im Kontrollgremium beschwert. Zuletzt wurde etwa immer wieder über Zerwürfnisse zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstandschef berichtet. So soll Großmann etwa mit Rücktritt gedroht haben, falls er für seinen Kurs nicht die Unterstützung des Aufsichtsrates bekommt.
Großmann krempelt seit seinem Amtsantritt im Herbst 2007 den Konzern um. In dem Brief an die Mitarbeiter betonte er, dass ihm die Aufgabe als Chef von RWE "riesig Spaß" mache. "Außerdem tut es gut zu sehen, dass RWE in der letzten Zeit sehr gute Fortschritte gemacht hat." Er sehe das Unternehmen aber noch lange nicht am Ziel. Es werde dabei auch Rückschläge geben, die aber keinen Vorwand liefern dürften, vom eingeschlagenen Kurs abzuweichen. "Gemeinsam werden wir dieses Unternehmen zu einem der, wenn nicht sogar zu dem besten Energieunternehmen in Europa machen", formulierte Großmann.
Medienberichten zufolge will der Aufsichtsrat an diesem Freitag über die Nachfolge Fischers an der Spitze entscheiden. Da der 61-Jährige dem Gremium weiter angehören will, muss der neue Chefkontrolleur aus dem Kreis der bisherigen Aufsichtsräte gefunden werden. Als Favorit gilt der frühere Bayer
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