RWE: Bau erster Fabrik zur Herstellung von Biokohlepellets
Essen/Duiven - Der Energieversorger RWE setzt bei der Suche nach alternativen Energien weiter stark auf Biomasse. Am Montag startete offiziell der Bau der ersten großen Fabrik zur Herstellung von Biokohlepellets. Die Produktion im Werk in Duiven in der niederländischen Provinz Gelderland soll Anfang 2011 beginnen. Das teilte die RWE-Ökostromsparte Innogy am Montag mit. Bis zu 60.000 Tonnen Biokohle sollen in Zukunft pro Jahr in der Anlage entstehen. Die Kohle soll in den Kraftwerken der niederländischen RWE-Tochterfirma Essent verfeuert werden.
Investiert werden insgesamt 15 Millionen Euro. RWE hatte sich vor zwei Jahren an der Betreiberfirma Topell Nederland als Risikokapitalinvestor beteiligt und das nötige Geld für den Ausbau des Verfahrens zur Herstellung von Biokohle bereitgestellt.
In der Fabrik wird Biomasse thermisch behandelt und so zersetzt, dass sauerstoffhaltige Verbindungen entweichen. Bei der sogenannten Torrefizierung erhöht sich die Energiedichte, die bei herkömmlichen Holzhackschnitzeln im Vergleich zur normalen Braun- oder Steinkohle gering ist.
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