Russlands erste China-Ölpipeline vor Vollendung
Moskau - Russland will seine erste Ölpipeline nach China ungeachtet der schweren Finanzkrise noch in diesem Frühjahr vollenden. "In den kommenden Wochen wird die chinesische Grenze erreicht", sagte Regierungschef Wladimir Putin am Montag vor der Staatsduma in Moskau. Nach der geplanten Inbetriebnahme der Leitung 2010 sollen pro Jahr 15 Millionen Tonnen Erdöl nach China gepumpt werden. Bislang wurden jährlich neun Millionen Tonnen mit der Bahn nach China exportiert. Es ist das erklärte Ziel Russlands, sich neben der Europäischen Union weitere Energie-Absatzmärkte zu erschließen.
Im Februar hatte Russland mit China das größte Energie-Kreditabkommen in seiner Geschichte unterzeichnet. Demnach liefert Moskau den Chinesen für einen Kredit in Höhe von 25 Milliarden US-Dollar (18,6 Mrd Euro) vom kommenden Jahr bis 2030 insgesamt 300 Millionen Tonnen Erdöl. Die staatlichen russischen Energiekonzerne benötigten infolge der drastisch gefallenen Energiepreise dringend ausländische Kredite. Die insgesamt 2700 Kilometer lange Leitung soll Erdöl aus den Vorkommen in Ostsibirien zur Pazifikküste pumpen. Für die Abzweigung nach China fehlen nach Angaben der Betreibergesellschaft Transneft noch knapp 50 Kilometer Pipeline.
Weitere Nachrichten vom 06.04.2009
- Telekom: Kein neues Online-Datenleck
- TelDaFax erweitert Liefergebiete für Erdgas
- Neue WLAN-Router bieten stärkeres Signal
- Zeitung: T-Mobile plant Heim-Telefon in den USA
- Fast die Hälfte aller Wohnungen heizen mit Erdgas
- Neue Fernsehwelt - IPTV bringt neue Zusatzdienste
- EWE voraussichtlich bald Mehrheitseignerin der SWB
- Verbraucher sollen höhere Netzentgelte kaum merken
- Skype kritisiert T-Mobile scharf
- Experte sieht ausreichend CO2-Speicherkapazität
- Ölpreise legen zu - Gestiegener Konjunkturoptimismus

