Russland und Weißrussland legen Gasstreit bei - Schulden gezahlt
In der vergangenen Woche hatte der staatlich kontrollierte Gazprom-Konzern gedroht, vom 3. August an die Gasversorgung Weißrusslands wegen fehlender Zahlungen für das im ersten Halbjahr gelieferte Gas um fast die Hälfte zu drosseln.
Kurz vor dem Auslaufen des Ultimatums hatte Weißrussland am vergangenen Freitag eine erste Tranche von 190 Millionen Dollar an Gazprom überwiesen. Daraufhin gab der Gasriese Minsk noch eine Woche Zeit, die Restschulden zu begleichen. Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko hatte zuvor nach tagelangem Streit angekündigt, sein Land werde die Schulden von insgesamt 460 Millionen Dollar zahlen. Nach der ersten Zahlung waren in den vergangen Tagen weitere Summen überwiesen worden.
Nach Angaben von Gazprom hatte Weißrussland die Gasexporte für das erste Halbjahr 2007 zunächst nur etwa zur Hälfte bezahlt. Minsk war durch eine Verdoppelung der Gaspreise in den vergangenen Monaten in erheblichen Zahlungsrückstand geraten. Zwischen Russland und Weißrussland hatte es bereits zum Jahreswechsel Streit über Energielieferungen gegeben. Während ein Gaslieferstopp abgewendet werden konnte, drosselte Russland für einige Tage die Öllieferungen. Davon war auch die Transitleitung in die Europäische Union betroffen.
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