Russland und Libyen wollen engere Zusammenarbeit bei Atomenergie
dpa
Moskau (dpa) - Russland und Libyen haben sich auf eine enge Zusammenarbeit im Bereich der Atomenergie und der Militärtechnik verständigt. Gemeinsam wolle man zum Beispiel ein Atomkraftwerk in Libyen errichten. Das sagten der russische Regierungschef Wladimir Putin und sein Amtskollege Al-Bagdadi Al-Mahmudi am Donnerstag bei einem Treffen in Moskau nach Angaben der Agentur Interfax. Al-Mahmudi habe zudem sein Interesse an Waffenlieferungen aus Russland geäußert, um die libysche Armee besser auszurüsten, sagte Putin.
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Vertreter mehrerer russischer Energiefirmen hätten bei dem Treffen ihr Interesse an einem Engagement in Libyen geäußert. Der russische Gazprom-Konzern und die nationale libysche Ölgesellschaft hatten sich schon im Vorfeld auf die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens geeinigt. Es soll neue Öl- und Gasfelder erschließen sowie bei Förderung und Vermarktung kooperieren.
Putin dankte Al-Mahmudi für die Freilassung eines Mitarbeiters des russischen Ölunternehmens Lukoil. Dieser war 2007 in Libyen unter Spionageverdacht festgenommen worden. Als erster Kremlchef hatte Putin im April 2008 noch als russischer Präsident Libyen besucht. Dabei wurden Tripolis Altschulden in Milliardenhöhe erlassen.
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