Russland und Ägypten vereinbaren atomare Zusammenarbeit
dpa, Verivox
Moskau (dpa) - Russland und Ägypten haben nach jahrelangem Ringen eine weitreichende Zusammenarbeit bei der friedlichen Nutzung der Atomenergie vereinbart. "Die Verhandlungen waren nicht einfach, aber wir sind zu einem Ergebnis gelangt", sagte der ägyptische Präsident Husni Mubarak am Dienstag in Moskau. Die Vereinbarung gilt als Voraussetzung für die Teilnahme Russlands an der Ausschreibung für den geplanten Bau des ersten ägyptischen Atomkraftwerks. Mubarak traf in Moskau mit dem gewählten Präsidenten Dmitri Mewedew zusammen, um die Partnerschaft beider Länder zu vertiefen.
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Russland hofft auf den Zuschlag für den Bau des Kernkraftwerks. "Unsere Beziehungen müssen sich in vielen Bereichen entwickeln, darunter auch auf atomarem Gebiet", sagte der 79-jährige Mubarak. Das Kernkraftwerk soll in den kommenden acht Jahren für etwa 1,5 Milliarden US-Dollar (974 Millionen Euro) in El Dabaa, rund 160 Kilometer von Alexandria entfernt, entstehen. Ägypten will durch die Nutzung von Kernkraft unabhängiger von fossilen Brennstoffen werden.
Medwedew verwies auf die "produktive Zusammenarbeit" zwischen Kairo und Moskau in den vergangenen 50 Jahren. "Ich hoffe, dass sich das fortsetzen wird", sagte er mit Blick auf Mubaraks persönliche Beziehungen zu Russland. Der Ägypter hat in der früheren Sowjetunion zahlreiche längere Ausbildungsaufenthalte als Pilot absolviert.
Nach einem Bericht der russischen Wirtschaftszeitung "Kommersant" (Dienstag) hofft Russland auch auf neue Waffenaufträge aus Ägypten während des bis Mittwoch angesetzten Besuchs von Mubarak. Nach russischen Angaben ist Ägypten Russlands größter Wirtschaftspartner in der arabischen Welt mit einem Handelsvolumen von 2,1 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr.
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