Russland lehnt Polens Alternativ-Vorschlag zu Ostsee-Pipeline ab
AFP
Moskau (AFP) - Russland lehnt die von Polen vorgeschlagene Alternative zur umstrittenen Ostsee-Pipeline für Gaslieferungen nach Deutschland ab. Der Vorschlag, die Pipeline über Land zu legen statt durch die Ostsee, sei für Russland "zu kompliziert und sehr viel teurer" als das ursprüngliche Projekt und daher "inakzeptabel", sagte Präsidentenberater Sergej Prichodko russischen Nachrichtenagenturen zufolge am Donnerstag in Moskau. Prichodko kritisierte vor allem, dass sich bei dem polnischen Vorschlag die Zahl der Transitländer deutlich erhöhen würde.
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Der polnische Regierungschef Donald Tusk wollte den Alternativ-Vorschlag am Freitag bei seinem Antrittsbesuch in Russland präsentieren. Warschau kritisiert das umstrittene Projekt einer direkten Gas-Pipeline zwischen dem russischen Wyborg und Greifswald, die Polen und die baltischen Staaten als Transitländer umgeht. Polen befürchtet, Russland könne im Krisenfall seine Gaslieferungen nach Polen drosseln oder stoppen, ohne dass Westeuropa dadurch in Mitleidenschaft gezogen würde. Bisher ist Polen Transitland für die Versorgung Westeuropas mit russischem Gas. Der russische Gasgigant Gazprom und die deutschen Firmen BASF und Eon hatten sich 2005 auf den Bau einer 1200 Kilometer langen Pipeline durch die Ostsee geeinigt, die 2011 in Betrieb gehen soll.
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