Russisches Kartellamt bremst Siemens bei Energieanlagenbauer
Ein Siemens-Sprecher bestätigte in München, dass der Konzern einen Antrag auf Ausübung des Vorkaufsrechtes bei der russischen Anti- Monopolbehörde gestellt habe und ein abschlägiger Bescheid der Behörde eingegangen sei. Diese Ablehnung werde nun geprüft. Zu Details machte der Sprecher keine näheren Angaben. Erst vor einigen Tagen hatte Siemens erklärt, eine Mehrheitsbeteiligung bei Power Machines komme derzeit nicht in Betracht. Dabei bleibe es auch, sagte der Sprecher am Mittwoch. Der russische Mischkonzern Interros hatte vergangene Woche mitgeteilt, Siemens wolle als PM-Aktionär von seinem Vorkaufsrecht Gebrauch machen und ihm seinen 30,4-Prozent-Anteil abkaufen.
Russische Medien rechneten am Mittwoch damit, dass nun einer der beiden russischen Oligarchen Oleg Deripaska und Alexej Mordaschow Teile von Power Machines übernehmen würde. Neben Interros will sich auch der russische Stromversorger EES Rossii von seinem Anteil von 25 Prozent plus eine Aktie trennen. Etwa 19 Prozent der Aktien von Power Machines sind in Streubesitz.
Siemens versuchte bereits in der Vergangenheit, eine Mehrheit an Power Machines zu übernehmen, scheiterte aber am Widerstand der russischen Regierung. Die Zivil- und die Militärsparte bei PM ließen sich kaum entflechten, hieß es in Regierungskreisen zur Begründung. Power Machines ist in Russland der führende Hersteller und Lieferant von Ausrüstungen für Wasser-, Wärme-, Gas- und Atomkraftwerke sowie für die Übertragung und Verteilung von Strom.
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