Russischer Staat übernimmt Mehrheit an Gazprom
Der Markt mit Papieren des weltgrössten Gaskonzerns war bislang gespalten. Ausländische Anleger durften keine Inlandsaktien, sondern nur ADR-Bezugsscheine (American Deposit Receipts) im Ausland erwerben. Von dem freien Verkauf der Gazprom-Aktien erhofft sich die russische Regierung einen Zustrom von Kapital. Zuvor wollte sich der Staat jedoch die mehr als 50-prozentige Aktienmehrheit sichern.
Der Aktienzukauf solle mit mehreren Etappen bis Ende des Jahres abgewickelt werden, hiess es. Gazprom-Tochterfirmen wie die Gazprombank sollten ihre Anteile an der Mutter an die staatlich kontrollierte Firma Rosneftegas abgeben. Rosneftegas werde aber erst nach einem Teilverkauf der Ölfirma Rosneft das Geld haben, um die Rechnung für die Gazprom-Aktien endgültig zu begleichen, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Zu Rosneft gehört derzeit das in einer umstrittenen Auktion aufgekaufte frühere Herzstück des Ölkonzerns Yukos, der Ölförderer Juganskneftegas.
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