Russischer Präsident will mit EU über Gaslieferungen sprechen
Moskau - Auf dem EU-Russland-Gipfel in der kommenden Woche in Schweden wird der russische Präsident Dmitri Medwedew den wiederholten Streit um Gaslieferungen für den Westen ansprechen. Der Kreml-Chef plädiere für eine "gemeinsame Lösung bei den Problemen" besonders mit dem benachbarten Transitland Ukraine. Das erklärte Medwedew-Berater Sergej Prichodko am Freitag nach Angaben der Agentur Interfax. Zur Vermeidung erneuter Gaskrisen in Europa wolle Medwedew der EU-Kommission schriftlich ein "Frühwarnsystem" vorschlagen.
Im Januar hatte Moskau der Ukraine wegen unbezahlter Rechnungen den Gashahn zugedreht, wodurch zeitweise auch die Versorgung in Teilen der Europäischen Union zum Erliegen kam. Nach Angaben der Medien in Moskau soll Medwedew es sich mit der Reise nach Schweden "nicht leicht gemacht" haben. Die bilateralen Beziehungen seien wegen früherer Diskussionen über die Ostsee-Pipeline Nord Stream angespannt gewesen, hieß es. Inzwischen sind hier die wichtigsten Hindernisse aus dem Weg geräumt.
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