Russischer Botschafter: Moskau hält an Ostsee-Pipeline fest
Berlin - Vor dem Spitzentreffen der Europäischen Union (EU) und Russlands an diesem Freitag in Nizza hat der russische Botschafter in Berlin, Wladimir Kotenjow, betont, dass sein Land an der geplanten Ostsee-Pipeline festhalte. "Für Russland bedeutet das stabile Versorgung Europas mit Gas", erklärte Kotenjow am Freitag im ARD-"Morgenmagazin". Die Überlegung der russischen Regierung, die nach Greifswald führende Pipeline nicht zu bauen, sei keine Drohung gewesen. "Herr (Ministerpräsident Wladimir) Putin hat nicht gedroht." Die deutsche Wirtschaft brauche dieses Projekt ebenso wie Russland, fügte Kotenjow hinzu.
Bei den Verhandlungen über ein neues Partnerschaftsabkommen hat die EU nach Angaben des Auswärtigen Amts in Berlin ein großes Interesse daran, dass Russland sich vor allem zu Regeln im Bereich des Energiehandels verpflichtet. Verbindliche Zusagen über Energielieferungen sollten ein wesentlicher Teil der Fortsetzung dieses Abkommens sein, sagte Staatsminister Gernot Erler (SPD) im WDR5.
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