Russische und ukrainische Energiekonzerne schließen Gasabkommen
Moskau - Nach der Grundsatzeinigung der Regierungschefs haben die staatlichen Energieversorger Russlands und der Ukraine am Mittwoch ein Abkommen über die Gaslieferungen im kommenden Jahr geschlossen. Der russische Energieversorger Gazprom werde 2010 nur 33,75 Milliarden Kubikmeter Gas an das ukrainische Unternehmen Naftogaz liefern und damit weniger als die ursprünglich vereinbarten 52 Milliarden Kubikmeter, wie Gazprom am Mittwoch in Moskau mitteilte. Naftogaz werde darüber hinaus keinerlei Vertragsstrafen für dieses Jahr zahlen müssen, obwohl der Energiekonzern 2009 wegen der Wirtschaftskrise weniger Gas als vereinbart abgenommen hat. Diese Strafe hätte sich laut ukrainischen Angaben auf bis zu 8,5 Milliarden Dollar (5,7 Milliarden Euro) belaufen können.
Die Grundsatzeinigung hatten der russische Regierungschef Wladimir Putin und seine ukrainische Kollegin Julia Timoschenko in der vergangenen Woche am Rande eines Treffens der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) in Jalta auf der ukrainischen Halbinsel Krim ausgehandelt. Die russischen Gaslieferungen an und durch die Ukraine sorgen immer wieder für Spannungen zwischen den beiden Ländern. Im vergangenen Januar waren die Lieferungen durch ukrainische Leitungen in Länder der Europäischen Union wegen eines Streits über die Bezahlung tagelang eingestellt worden. Vor allem Staaten in Südosteuropa waren daher zeitweise komplett von Gaslieferungen abgeschnitten gewesen.
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