RTL gibt Blockadehaltung bei Funkfrequenzen auf
Düsseldorf - Die Mobilfunk-Unternehmen dürfen sich Hoffnungen auf neue Frequenzen und damit einen kostengünstigeren Ausbau ihres Netzes machen. "Wir sind bereit, Frequenzen an die Mobilfunker abzugeben, wenn den Sendern keine technischen oder finanziellen Nachteile entstehen", sagte RTL-Manager Tobias Schmid dem "Handelsblatt" (HB/Freitagausgabe). RTL ist nach Angaben der Zeitung der erste Fernsehsender, der seine Blockadehaltung aufgibt.
Bei den Anstalten werden durch die Umstellung von analoger auf digitale Sendetechnik Kapazitäten frei. Mit den terrestrischen Frequenzen lassen sich Daten über weite Strecken übertragen. Für die Mobilfunker heißt das, sie können die Zahl ihrer Mobilfunkmasten gegenüber der herkömmlichen Technik um zwei Drittel reduzieren. Die Masten sind der größte Kostenfaktor beim Netzaufbau. Durch die Kostensenkung dürfte es sich für die Mobilfunk-Unternehmen auch lohnen, auf dem Land vermehrt schnelles Internet anzubieten.
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