Rostocker Rohrwerke liefern Masten für weltgrößten Windpark
Lubmin/Rostock - Der bevorstehende Bau des weltgrößten Windparks "London Array" vor der Themse-Mündung hat den Großrohrwerken in Rostock und Lubmin einen umfangreichen Auftrag zum Bau von Standmasten für insgesamt 175 Windräder beschert. Der Lieferumfang sei so groß, dass man sich den Auftrag mit dem dänischen Mitbewerber Bladt teile, sagte Karl Klös-Hein, Geschäftsführer der Erndtebrücker Eisenwerk GmbH (EEW).
Die erste Ausbaustufe der Windfarm soll bereits 2012 während der Olympischen Sommerspiele den ersten Ökostrom in das Londoner Stadtnetz einspeisen. Der Gesamtauftrag für den ersten Windpark im Ein-Gigawatt-Bereich beläuft sich auf rund 2,2 Milliarden Euro und wird von dem dänischen Konzern Dong Energy, E.ON und einer arabischen Investorengruppe aus Abu Dhabi finanziert.
EEW hatte vor drei Jahren in Rostock für rund 60 Millionen Euro ein neues Werk zur Herstellung von bis zu 50 Meter langen Stahlkonstruktionen für Offshore-Anlagen in Betrieb genommen. Im Herbst 2009 mietete das Unternehmen einen Abschnitt im ehemaligen KKW-Maschinenhaus in Lubmin an, in dem inzwischen die Herstellung sogenannter Monopiles angelaufen ist. Die Standfüße mit einem Durchmesser von fünf Metern werden anschließend zu den Baustellen verschifft und dort in den Meeresboden gerammt. Derzeit werden Mastkonstruktionen für einen Windpark in der Irischen See und für den ersten deutschen Ostsee-Windpark "Baltic I" gebaut, der im Sommer vor dem Darß entstehen soll.
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