Röttgen stößt mit Aussage zur Atomenergie auf Kritik
Berlin - CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich hat an Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) wegen dessen Aussage zum Atomausstieg Kritik geübt. "Als verantwortliche Politiker haben wir die Verpflichtung, ein langfristiges, verlässliches Energiekonzept zu erarbeiten. Darin ist die Kernenergie derzeit unverzichtbar", sagte Friedrich dem "Handelsblatt" vom Freitag. "Dies ist eine Tatsache, an der noch nicht einmal Minister vorbeikommen." Röttgens Verweis auf die geringe Akzeptanz der Atomkraft in der Bevölkerung sei ein wenig überzeugendes Argument gegen eine Abkehr vom Atomausstieg, sagte Friedrich.
Im Koalitionsvertrag haben CDU/CSU und FDP vereinbart, die Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke zu verlängern. Details soll ein Energiekonzept klären, das das Wirtschafts- und das Umweltministerium im kommenden Oktober vorlegen wollen. Röttgen hatte der der "Bild"-Zeitung gesagt, der Ausstieg aus der Atomenergie könne nicht rückgängig gemacht werden. Atomenergie könne auf Dauer nur genutzt werden, wenn eine Mehrheit der Menschen sie akzeptiere. Das sei seit Jahrzehnten nicht der Fall.
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