Röttgen plant Sicherheit bei Atom-Endlager Gorleben zu senken
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Berlin - Die Sicherheitsanforderungen für das Atommüll-Endlager Gorleben will Bundesumweltminister Röttgen (CDU) laut dem ARD-Magazin "Kontraste" senken. Das Magazin bezieht sich bei seinen Darstellungen auf einen internen Entwurf des Ministeriums.
Ministeriumssprecherin Christiane Schwarte sagte dagegen, es gebe noch keine neuen Sicherheitsanforderungen. Sie seien zwischen Bund und Ländern noch in der Diskussion. Das Bundesumweltministerium bestehe darauf, "dass die langfristige Rückholbarkeit im neuen Sicherheitskonzept gewährleistet ist".
Das ARD-Magazin berichtet, nach geltenden Sicherheitsanforderungen müsse eine Bergung des radioaktiven Abfalls "noch nach 500 Jahren" möglich sein. In dem nun von Röttgens Ministerium überarbeiteten Entwurf sei die sogenannte Rückholbarkeit komplett gestrichen.
Wissenschaftler der Universität im niederländischen Groningen kritisierten eine solche endgültige Endlagerung von hoch radioaktivem Müll. Die Wissenschaftler zögen aus ihren Forschungen den Schluss, dass Salz als Lagerort für hoch radioaktiven Müll generell problematisch sei, berichtet das Magazin. Durch radioaktive Strahlung könne es im schlimmsten Fall zu Erhitzung durch Explosionen auf molekularer Ebene und dadurch zu einer Verseuchung der Umwelt kommen. Besonders brisant könnte die Lage werden, wenn Salzlauge ins Endlager eintritt, wie es Kontraste in Gorleben beobachtet hat.
Das Umweltministerium habe auf Nachfrage mitgeteilt, dass es keinerlei zusätzlichen Forschungsbedarf darüber gebe, ob Salz als Endlager für hoch radioaktiven Müll geeignet sei.
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