Röttgen erwartet keinen Solarmarkt-Einbruch durch Förderkürzung
Erfurt - Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) erwartet nach der Kürzung der Solarstrom-Vergütung keinen Markteinbruch bei Solaranlagen. "Dafür gibt es keine Indizien", so der Minister am Montag nach dem Besuch eines Solarzentrums in Erfurt. Röttgen verteidigte die Förderkürzung von bis zu 16 Prozent ab Oktober gegen erneute Kritik von Vertretern der Solarindustrie.
Der Chef der Branchenvereinigung "Solarvalley Mitteldeutschland", Hubert Aulich, rechnet dagegen mit einem etwas verlangsamten Wachstum der Branche bereits im zweiten Halbjahr. In den ersten Monaten dieses Jahres hatte die Debatte um die Förderkürzung zu einem Nachfrageboom geführt. Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) hatte sich vehement gegen die ihrer Meinung nach zu deutlichen Einschnitten bei der Förderung von Solarstrom gewandt.
Solarvalley schätzt die Zahl der Arbeitsplätze in den Mitgliedsunternehmen in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt derzeit auf mehr als 10 000. 75 Prozent der in Deutschland produzierten Solarzellen kämen aus diesen drei Bundesländern. Die Branche sieht sich einem verschärften Wettbewerb vor allem durch Hersteller aus China ausgesetzt.
Er sei überzeugt, dass die Entwicklung der erneuerbaren Energien weiter vorankommt, äußerte Röttgen. Er plädierte dafür, Sondergewinne bei einer möglichen Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken für die Ökostrom-Förderung einzusetzen. "Wenn es durch politische Entscheidungen Sondergewinne gibt, dann sollten sie überwiegend den erneuerbaren Energien zu Gute kommen." Entscheidungen seien jedoch noch nicht gefallen.
Weitere Nachrichten vom 24.08.2010
- Bringt Apple einen Mac mit Touchscreen raus?
- Eltern sollten wissen, was ihre Kinder im Internet machen
- Google kauft Produktvergleich-Seite Like.com
- Brüderle in der Kritik - Streit um Energiebericht
- Eine Chronologie: Das Hin und Her um die Atomsteuer
- Weltenergierat will Atom-Renaissance in Deutschland
- Bewerber sollten mit persönlichen Daten im Web vorsichtig sein
- Mobilfunk-Discounter callmobile hat an der Preisschraube gedreht
- Intelligente Stromnetze: Verbraucher sind schlecht informiert
- Solarspeicher sollten gut gedämmt sein
- Umweltverbände: Energieeffizienz statt Laufzeitverlängerung
- Nokia und Intel wollen 3D-Bilder aufs Handy bringen
- Zukünftige Chancen und Risiken für die Mobilfunkmärkte
- Kabel Deutschland ist auf der Suche nach neuen Geschäftsideen
- Schrotthändler kappen deutsch-asiatische Internetleitung
- Öko-Energien: 6,6 Milliarden regionale Wertschöpfung
- Facebook-Gründer Mark Zuckerberg lässt sich nicht blockieren
- FDP-Politiker fordert Abgabe der Atomindustrie für grüne Energien
- Notebook-Reparaturservices: teuer und wenig kundenfreundlich
- US-Ölpreis sinkt auf 7-Wochen-Tief

