Ringen um EnBW - Pfister kritisiert Oettinger

dpa | 25.01.2005
Bild: Stromleitungen


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Stuttgart (dpa) - Die FDP geht im Ringen um den Energiekonzern EnBW zunehmend auf Konfrontationskurs mit dem Regierungspartner CDU. Nach Justizminister Ulrich Goll hat nun auch Wirtschaftsminister Ernst Pfister (beide FDP) die Pläne des CDU-Fraktionschefs und designierten Ministerpräsidenten Günther Oettinger kritisiert. Oettingers Ziel einer bleibenden Augenhöhe zwischen den EnBW- Anteilseignern EdF und OEW sei finanziell nicht zu schaffen, sagte Pfister der "Stuttgarter Zeitung" (Mittwoch). Dem Land fehle dazu das Geld.

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"Diese Aufholjagd ist sinnlos und politisch abstrus", sagte Pfister. "Ich setze nicht so sehr darauf, wer die Mehrheit der Aktien hat. Viel wichtiger ist es, Baden-Württemberg so attraktiv zu machen, dass es sich lohnt, hier Strom zu produzieren." Dazu gehöre auch, die Laufzeit der Atomkraftwerke zu verlängern.

Oettinger will bei der Karlsruher EnBW AG eine Mehrheit der französischen Electricité de France (EdF) verhindern. Der kommunale Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW) soll seinen Anteil von 34,5 Prozent auf 39 Prozent aufstocken, um mit der EdF wieder gleichzuziehen. Oettinger habe sich inzwischen mit dem EdF- Chef Pierre Gadonneix getroffen, damit die Fristen für eine Aktienkaufoption der OEW verlängert werden. Über Ergebnisse des Treffens sei Stillschweigen vereinbart worden, berichtet die Zeitung.



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