Ricke setzt den Rotstift an: Milliardenschweres Sparpaket geplant
Auch das "Handelsblatt" schreibt unter Berufung auf das Umfeld der Telekom, es sei unklar, wie genau die Summe von fünf Milliarden Euro zu Stande kommen soll. Es bestehe eine "Deckungslücke", hieß es. Ricke habe dem Aufsichtsrat am vergangenen Wochenende einen Sieben-Punkte-Plan vorgestellt. In diesem Rahmen habe er beim IT- Aufwand ein Sparpotenzial von einer Milliarde Euro bis 2010 genannt.
Durch die Vereinheitlichung der Netz-Plattformen ließen sich die Kosten für Instandhaltung reduzieren, schreibt das "Handelsblatt". Ricke wolle außerdem die Werbeauftritte der Konzernsparten besser koordinieren. Erwogen werde offenbar auch, den Ausbau des neuen Hochgeschwindigkeitsnetzes (VDSL) in weiteren 40 Städten zu stoppen.
Weitere Einsparungen beim Personal über die bisher bekannten Stellenstreichungen hinaus habe Ricke in der Aufsichtsratssitzung nicht erwähnt, zitiert das "Handelsblatt" aus dem Umfeld des Gremiums. Laut "Financial Times Deutschland" hingegen ist bislang noch unklar, ob Ricke im Rahmen des neuen Sparprogramms weitere Stellen streichen will. Bis Ende 2008 will sich die Telekom ohne betriebsbedingte Kündigungen von 32 000 Mitarbeitern trennen.
Ricke hatte bei der Bekanntgabe der Quartalszahlen erklärt, ein weiterer Stellenabbau stehe zunächst nicht zur Diskussion. Die Deutsche Telekom hatte im zweiten Quartal 2006 einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnet. Der bereinigte Konzernüberschuss sank um 10,7 Prozent auf eine Milliarde Euro. Angesichts des kräftigen Preisdrucks korrigierte der Bonner Konzern vor rund einem Monat seine Umsatz- und Ergebniserwartungen für 2006 nach unten.
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