Rekorderlöse für Stromversorger pro Kilowattstunde
Stuttgart - Die Stromversorger in Baden-Württemberg haben im vergangenen Jahr von Verbrauchern so hohe Einnahmen pro Kilowattstunde erhalten wie nie zuvor. Im Durchschnitt lag der Erlös bei 11,01 Cent je Kilowattstunde und erreichte damit einen Rekord, wie das Statistische Landesamt am Montag in Stuttgart mitteilte. Die Einnahmen pro Kilowattstunde seien damit im Vergleich zu 2006 um sechs Prozent gestiegen. Über Ausgaben und den verbleibenden Gewinn der Stromversorger konnte das Landesamt auf Anfrage keine Angaben machen.
Private Haushalte im Südwesten zahlten laut der Statistik 2007 im Durchschnitt bis zu 15,77 Cent pro Kilowattstunde und damit zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Von Industriebetrieben im Bergbau und dem Verarbeitenden Gewerbe erhielten die Stromversorger im Durchschnitt 8,20 Cent pro Kilowattstunde. Dies ist ein Plus von 14 Prozent im Vergleich zum Jahr 2006.
Insgesamt gaben die Stromversorger im Südwesten 2007 rund 71 400 Millionen Kilowattstunden Strom ab und damit etwa so viel wie im Vorjahr. Die größten Abnehmer waren Unternehmen im Bergbau und Verarbeitenden Gewerbe mit einem Anteil von 45 Prozent. Die privaten Haushalte in Baden-Württemberg bezogen rund 20 200 Millionen Kilowattstunden Strom und verbrauchten damit zwei Prozent weniger als im Vorjahr. Der Anteil der privaten Haushalte am gesamten Stromabsatz betrug 28 Prozent. Auf die übrigen Abnehmer wie öffentliche Einrichtungen, Handel und Gewerbe entfielen 27 Prozent.
In den Erlösen sind Arbeits-, Leistungs- und Verrechnungsentgelte sowie Netznutzungsentgelte, Konzessionsabgaben, Stromsteuer und Ausgleichsabgaben nach dem Erneuerbaren Energien Gesetz und dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz enthalten. Nicht enthalten sind die Mehrwertsteuer und rückwirkende Stromsteuerrückerstattungen.
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