Regierungspräsidium kassiert Marburger Solar-Pflicht für Neubauten

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Gießen (AFP) - Im Streit um die Solardach-Pflicht für Neubauten in Marburg hat das Regierungspräsidium Gießen die umstrittene Regelung kassiert. Das Regierungspräsidium habe das Marburger Stadtparlament in einem Schreiben dazu aufgefordert, die im Juni verabschiedete Solarsatzung wieder aufzuheben, sagte eine Sprecherin am Mittwoch in Gießen. Andernfalls werde die Behörde die Regelung beanstanden und selbst aufheben.

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Die Sprecherin sagte, die Stadt Marburg habe zwar angeboten, das für den 1. Oktober vorgesehene Inkrafttreten der Solardach-Pflicht aufzuschieben. Dies sei jedoch aus Sicht des Regierungspräsidiums nicht ausreichend. Der Landtag müsse zunächst die gesetzliche Grundlage für eine Änderung der Bauordnung schaffen. Die Stadt Marburg habe nun bis zum 30. September Zeit, ihr weiteres Vorgehen zu erläutern, sagte die Sprecherin

Als erste Stadt Deutschlands hatte Marburg im Juni mit einem Beschluss des Stadtparlaments die Nutzung von Sonnenenergie in neu gebauten Häusern für verbindlich erklärt. Die von der rot-grünen Koalition in Marburg verabschiedete Solarsatzung schreibt Bauherren die Nutzung der Sonnenenergie für Warmwasser und Heizung vor.



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