Regierungsberater fordern Änderung der Biosprit-Politik

dpa, Verivox
Bild: Stromleitungen


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Berlin (dpa) - Regierungsberater fordern eine Änderung der Biosprit-Politik. "Im Vergleich zur Solarenergie sind die Potenziale der Bioenergie auf Dauer relativ gering", heißt es in einem Bericht des Wissenschaftlichen Beirats Agrarpolitik beim Bundesagrarministerium. Die weltweite Knappheit der Ackerflächen führe dazu, dass bei steigenden Erdölpreisen auch die Preise für Bioenergie und damit alle Agrarpreise stiegen. Eine intensive Bewirtschaftung oder der Anbau auf früheren Grünland- oder Waldflächen könne negative Klimaschutzeffekte haben. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace begrüßte am Montag die Forderungen.

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Statt mit hohen Subventionen die Biomassenutzung im Verkehrssektor zu fördern, sollten umweltverträglich produzierte Pflanzen dort genutzt werden, wo sie am meisten Treibhausgase einsparten, forderte Greenpeace. Die Regierungsberater empfehlen, sich auf Biogaserzeugung auf Gülle-Basis und kombinierte Strom- und Wärmeerzeugung auf Basis von zerkleinertem Holz zu stützen. Außerdem sollten die Beimischungsziele für Biokraftstoffe zurückgenommen werden. Die Bundesregierung legt im Gegensatz zur bisherigen Steuerförderung das Gewicht auf zunehmende Beimischungspflicht von Ökosprit zu Normalkraftstoff. Bis 2020 soll sie von zuletzt 6 Prozent auf 20 Prozent steigen.


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