Regierung weist Kritik an Gasanlagen-Lieferung in den Iran zurück

dpa
Bild: palniki gazowe


Weitere Informationen

gesamtes Archiv
RSS-Feed abonnieren



Berlin/Tel Aviv (dpa) - Die Bundesregierung hat Kritik aus Israel wegen des geplanten deutschen Exports von drei Anlagen zur Gasverflüssigung in den Iran zurückgewiesen. Petrochemische Anlagen fielen nicht unter die Sanktionen der Vereinten Nationen, die wegen des iranischen Atomprogramms verhängt worden waren, sagte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums am Donnerstag in Berlin. Die Exportgenehmigung für den Anlagenbauer Steiner sei rechtlich einwandfrei und habe nicht verhindert werden können.

- Anzeige -
Das israelische Außenministerium zeigte sich am Donnerstag enttäuscht über die erteilte Exportgenehmigung. Das Geschäft widerspreche dem Geist der vom UN-Sicherheitsrat verhängten Sanktionen gegen den Iran, hieß es. Mit ähnlicher Begründung hatte auch die jüdische Menschenrechtsorganisation Simon Wiesenthal Zentrum in dieser Woche die Bundesregierung aufgefordert, die Lieferung zu verhindern. Die Zeitung "Jerusalem Post" zitierte in ihrer Online-Ausgabe Aussagen aus israelischen Regierungskreisen, nach denen Israel in dieser Frage angesichts der besonderen Beziehungen zwischen beiden Ländern mehr von Deutschland erwartet habe.

Der deutsche Ministeriumssprecher sagte, bereits Ende Februar habe das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) dem Unternehmen bescheinigt, dass die Anlagen geliefert werden dürfen. Bei der intensiven Einzelfallprüfung sei kein Verdacht einer möglichen militärischen Verwendung der Güter festgestellt worden. "Somit bestand keine rechtliche Möglichkeit, die Ausfuhr zu versagen."

Der Anlagenbauer Steiner aus Siegen (Nordrhein-Westfalen) soll im Südiran drei Werke zur Verflüssigung von Erdgas bauen. Der Auftrag soll ein Volumen von rund 100 Millionen Euro haben. Der Iran besitzt riesige Gasvorkommen. In speziellen Anlagen wird Erdgas verflüssigt (LNG/Liquefied Natural Gas) und kann dann per Schiff transportiert werden. Der französische Total-Konzern hatte Anfang Juli ein Milliardengeschäft mit dem Iran zur Erschließung der Gasvorkommen wegen der politisch angespannten Lage platzen lassen.



Weitere Nachrichten vom 01.08.2008

Kostenlose Beratung
0800 80 80 890
Mo-Fr 8-20 Uhr
Sa 9-16 Uhr

Häufig gestellte Fragen
Skype Video-Beratung
Benachrichtigungsservice
Aktuelle Tarifangebote für
Sie zusammengestellt.
Wechseln über Verivox
Herr Müller zeigt, wie's geht. Herr Müller
  • Schnell und einfach sparen
  • Über 12 Jahre Erfahrung
  • Über 4 Millionen Kunden
mehr Vorteile
Services
Geschäftspartner
MeinVerivox
  • Newsletter mit Spartipps
  • Aktionen & neue Tarife
  • Aufträge verfolgen