Regierung: Keine "fachlichen Zweifel" an Bürgschaft für Pipeline
dpa
Weitere Informationen
- Zeitung: Bundesregierung gibt Finanz-Hilfe für Gasprom
- Ministerium bestätigt Gasprom-Bürgschaft zu Schröders Amtszeit
- Schröder weist Kritik wegen Staatsbürgschaft für Gasprom zurück
- Opposition verschärft wegen Gasprom-Bürgschaft ihre Angriffe
- Gasprom: Wir haben Staatsbürgschaft für Pipeline-Kredit nicht nötig
gesamtes Archiv
Berlin (dpa) - An der umstrittenen Staatsbürgschaft aus den letzten Tagen von Rot-Grün für den russischen Gasprom-Konzern ist nach Ansicht der jetzigen Regierung aus "fachlicher Sicht" nichts auszusetzen. Davon zu trennen sei die Debatte über das Gasprom- Engagement von Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) nach seinem Ausscheiden aus der Politik, sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm am Montag in Berlin. Dies sei eine persönliche Entscheidung Schröders, die er als Sprecher der neuen Regierung nicht zu bewerten habe. Für die schwarz-rote Regierung sehe er keinen Anhaltspunkt einer Prüfung. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sei nicht informiert gewesen.
- Anzeige -
Gasprom hat unterdessen bekräftigt, auf einen Bankenkredit zur Finanzierung der Ostsee-Pipeline zu verzichten. Den über eine Staatsbürgschaft der Bundesregierung abgesicherten Kredit von Deutscher Bank und KfW Bankengruppe habe man abgelehnt. Erteilt wurde die Bürgschaft von rund 900 Millionen Euro in der Endphase der rot- grünen Regierung. Schröder hatte erklärt, er sei an der Entscheidung für die Bürgschaft nicht beteiligt gewesen und habe davon auch nichts gewusst. Er ist inzwischen Aufsichtsratsvorsitzender der Pipeline- Betreibergesellschaft.
Entschieden wird über eine solche Bürgschaft bei "besonderem staatlichen Interesse der Bundesrepublik" im interministeriellen Ausschuss. Ihm gehören Vertreter der Ministerien für Wirtschaft, Finanzen, Auswärtiges und wirtschaftliche Zusammenarbeit an. Nach Angaben von Regierungssprechern waren im Oktober weder das Kanzleramt noch der frühere Finanzminister Hans Eichel (SPD) informiert.
Weitere Nachrichten vom 03.04.2006
- Handelsblatt: Stromkonzerne kündigen Transparenz-Initiative an
- Gasprom verzichtet auf Pipeline-Kredit - Weiter Streit um Schröder
- Minister-Auflage für Stadtwerke Ludwigslust - Versorger wehrt sich
- Neue Strompreise in Hamburg: Vattenfall erhöht um 5,5 Prozent
- Strompreiserhöhung von Vattenfall Hamburg mit Abstrichen genehmigt
- Energiegipfel: Gerangel um Atomkraft
- Steigende Ölpreise erreichen Verbraucher
- E.ON Thüringer Energie gliedert Netzbetrieb aus
- Aktionäre klagen gegen Zwangsabfindung bei Vattenfall Europe
- E.ON verklagt Gaskunden - Anhörung vor Gericht
- Stadtwerke fordern mehr Wettbewerb bei Strom und Gas
- Energiegipfel: Deutschland bleibt vorerst von hohen Energie-Importen abhängig
- Unionsfraktion hält an Kernenergie fest
- China greift nach Uranquellen - Massiver Ausbau der Atomenergie
- FDP setzt weiter auf Atomenergie
- Gasprom-Streit: Schröder siegt vor Gericht gegen Westerwelle
- COMPUTERBILD: Lebensgefahr durch Festplatten-Netzteil
- Themen des Energiegipfels: Energiesicherheit, Preise und Klimaschutz
- SPD-Generalsekretär warnt vor "rückwärts gewandter Energie-Debatte"
- Marder löst Brand aus: Über 10 000 Haushalte ohne Strom
- Gasprom: Wir haben Staatsbürgschaft für Pipeline-Kredit nicht nötig
- Struck: Kein Wackeln beim Atomausstieg - "Schröder handelte korrekt"
- Entdeckung des bisher größten Gasfeldes in China
- Merkel: Bei Energiegipfel "keine Tabus" - Atomausstieg ist Thema
- Energiegipfel: Merkels Gästeliste
- Finanzierung für Übernahme von Endesa durch E.ON steht
- STRATO: Erste Flatrate für Festnetz und Handy
- DIW: Atomausstieg führt zu höheren Strompreisen und Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen
- Mit ihrer Telekom-Ehe rücken Alcatel und Lucent zur Nummer zwei auf
- Atom-Kontroverse verschärft sich vor Energiegipfel bei Merkel
- US-Ölpreis steigt - Sorge um Angebotsausfälle
- Time Warner will Mobilfunk aufwerten - Ergänzung zu Triple-Play
- Opposition verschärft wegen Gasprom-Bürgschaft ihre Angriffe
- EDF-Chef plädiert für langfristige Nutzung der Kernkraft
- Schröders Gasprom-Engagement stößt auch bei der SPD auf Kritik
- Wettlauf um die letzten Energiereserven - Steinmeier am Polarkreis
- Strommanager legen Merkel 21-Milliarden-Investitionspaket vor
- Alcatel und Lucent: Fusion zum weltweit größten TK-Unternehmen
- Gipfel bei Merkel soll Energie- und Umweltgau abwenden
- Rüttgers fordert mehr Forschungsmittel für Energiebereich

