Reaktorgefäß mit Verspätung in Lubmin eingetroffen
Der Zug erreichte mit insgesamt zweistündiger Verspätung das Zwischenlager in Lubmin. Kurz danach wurden alle Demonstranten freigelassen. Die Polizei bezeichnete trotz der Proteste den Transport des 170 Tonnen schweren Reaktorgefäßes als weitgehend störungsfrei. In Brandenburg waren rund 700 Beamte der Landes- und der Bundespolizei im Einsatz, in Mecklenburg-Vorpommern rund 1000.
Gegner des Transports hatten zuvor massiv Sicherheitsbedenken wegen der Brücken auf der rund 290 Kilometer langen Strecke geäußert. Die Bahn hatte nach eigenen Angaben die gesamte Strecke vorher überprüft und zwei Brücken abgestützt. Nach ersten Erkenntnissen sei die Strecke durch den Transport nicht beschädigt worden. Der normale Zugverkehr wurde nicht beeinträchtigt
Am Donnerstag sollte das Druckgefäß zunächst auf ein anderes Fahrzeug umgeladen und dann in die Halle des Zwischenlagers gefahren werden, wo die Reaktorhülle mindestens 40 Jahre lang abklingen soll, wie EWN-Sprecherin Marlies Philipp sagte. Erst dann werde das Gefäß zerlegt.
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