Reaktoren im schwedischen AKW Forsmark dürfen wieder ans Netz
dpa | 28.09.2006
Stockholm (dpa) - Zwei Reaktoren in schwedischen Atomkraftwerk Forsmark, die nach einem Störfall Ende Juli abgeschaltet wurden, dürfen wieder ans Netz. Das gab die schwedische Strahlenschutzbehörde (SKI) am Donnerstag in Stockholm bekannt. Allerdings müssten die Sicherheitsvorkehrungen verbessert werden, hieß es weiter. Die Behörde hatte nach dem Störfall in Forsmark vier der insgesamt zehn schwedischen Atomreaktoren abschalten lassen. In Forsmark hatten nach dem Herunterfahren eines Reaktors zwei Notgeneratoren versagt. Es war nach Einschätzung der Strahlenschutzbehörde "der schlimmste Vorfall in der Geschichte der Atomkraft in Schweden".
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Die Strahlenschutzbehörde forderte die Kraftwerksbetreiber auf, vor der Wiederaufnahme des Betriebs in Forsmark ihre Notfallpläne zu überarbeiten. Pläne für die entsprechende Schulung des Personals müssten erarbeitet und Wartungsarbeiten und deren Dokumentation verbessert werden. Wann die Reaktoren in Forsmark wieder angefahren werden sollen, wurde nicht mitgeteilt.
Die Behörde hatte den Fall in Forsmark als "ernst" auf Stufe Zwei der siebenstufigen Störfallskala für Kernkraftwerke eingestuft und auch den Stopp von drei weiteren Siedwasserreaktoren gleicher Bauart verfügt. Dazu gehört neben Forsmark 2 auch das vom deutschen E.ON- Konzern betriebene Kraftwerk Oskarshamn mit zwei Reaktoren. Nach Angaben eines Sprechers hatte die Leitung des Reaktors in Oskarshamn noch nicht die Wiederaufnahme des Betriebs beantragt.
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