Reaktorbehälter aus KKW Rheinsberg wird nach Lubmin transportiert

dpa, Verivox
Bild: Stromleitungen


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Lubmin/Rheinsberg (dpa) - Rund 17 Jahre nach Stilllegung des Kernkraftwerkes Rheinsberg (Brandenburg) geht seine Demontage in eine bedeutende Phase. Der radioaktiv belastete Reaktordruckbehälter wird am 30. Oktober mit einem Spezialwaggon per Bahn in das rund 130 Kilometer entfernte Zwischenlager Nord in Lubmin transportiert, wie die Energiewerke Nord (EWN) am Montag in Lubmin mitteilten.

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Das rund 110 Tonnen schwere und elf Meter lange Gefäß war rund 24 Jahre in Betrieb. In seinem Inneren fand die Kernspaltung statt. Für den Transport und die Zwischenlagerung erhält der kontaminierte und auch selbst strahlende Behälter eine Strahlenabschirmung aus 15 Zentimeter dickem Stahl.

Das Kernkraftwerk Rheinsberg mit einer elektrischen Leistung von 70 Megawatt war der Lehr- und Versuchsreaktor der DDR. Es war von 1966 bis 1990 in Betrieb. Seine Demontage begann 1995. Mit dem Transport des Behälters werde ein entscheidender Schritt bei der Stilllegung und Demontage abgeschlossen, teilten die EWN mit. Der Transport soll am späten Abend des 30. Oktober in Lubmin eintreffen.

Im Zwischenlager Nord (ZLN) auf dem Gelände des ebenfalls stillgelegten Kernkraftwerkes Lubmin wird der Reaktordruckbehälter zunächst im Ganzen eingelagert. In dem Zwischenlager wird bereits der Kernbrennstoff aus Rheinsberg in Castor-Behältern verwahrt.



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