Ramsauer unterstützt Rösler in Umweltschutz-Debatte
Berlin - Wichtige Bestandteile der Energiewende kommen nicht schnell genug voran. Vor allem der Bau von Stromautobahnen und Windkraftanlagen stockt. Einige Politiker schieben die Schuld dafür auf Umweltschutzauflagen.
Nach Philipp Rösler, FDP-Chef und Wirtschaftsminister, hat sich jetzt auch Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer für ein Aufweichen von Umweltauflagen ausgesprochen, um die Energiewende voranzutreiben. "Es kann nicht sein, dass Windparks auf hoher See nicht gebaut werden können, weil das Einrammen der Windkraftanlagen bestimmte Arten von Walen stören würde", sagte der CSU-Politiker der "Passauer Neuen Presse". "Oder wenn man für den Bau von Stromleitungen im Zuge der Energiewende auch noch ökologische Ausgleichsflächen schaffen muss, dann ist das völlig kontraproduktiv."
Für den notwendigen Netzausbau schlägt Ramsauer vor, auch vorhandene Trassen in der Hand des Bundes zu nutzen - "Flächen entlang der Bundesautobahnen, der großen Bundeswasserstraßen oder der Bahnstromtrassen". Dazu sagte Ramsauer: "Wenn wir beispielsweise die rund 7300 Kilometer Bahnstromtrassen nutzen und die notwendige Nachrüstungen über 20 Jahre abschreiben würden, hätten wir eine Mehrbelastung von allenfalls 0,3 Cent je Kilowattstunde." Es sei immer klar gewesen, dass die Energiewende nicht zum Nulltarif zu haben sei, sagte der Minister. Wer die Energiewende wirklich wolle, müsse auch bereit sein, mehr für Strom zu bezahlen als in der Vergangenheit.
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