"Quit Facebook Day": 30.000 Facebook-Nutzer löschen Konto aus Protest
San Francisco - Laut Angaben von Aktivistenhaben mehrere zehntausend Internetnutzer das Internet-Kontaktnetzwerk Facebook am Montag aus Protest gegen die Datenschutzpolitik des Unternehmens verlassen. Bis um Mitternacht (MESZ) in der Nacht auf Dienstag seien insgesamt 32.749 Facebook-Mitglieder einem Aufruf gefolgt und hätten dem sozialen Netzwerk den Rücken gekehrt. Das teilten die Organisatoren auf der Website "Quit Facebook Day" mit. Die Gruppe, die ihre Identität nicht näher bekanntgab, hatte für Montag Facebook-Nutzer aufgerufen, ihr Nutzerkonto zu schließen.
Die Datenschutzaktivisten erklärten, Facebook überlasse seinen Nutzern zwar die Entscheidung, welche Daten diese veröffentlichen wollten - es benachteilige die Anwender dabei aber trotzdem. Kritiker fordern von Facebook seit langem, dass persönliche Daten der Nutzer von Anfang an komplett privat seien müssen. Wer einen Teil davon freigeben wolle, sollte dies dann entscheiden können. Stattdessen sind bei dem Internetnetzwerk von Anfang an viele der angegebenen Nutzerdaten öffentlich ersichtlich und müssen explizit gesperrt werden. Facebook stand wegen dieser Datenschutzpolitik in den vergangenen Monaten immer wieder in der Kritik, auch von Datenschützern und der Politik in Deutschland.
Weitere Nachrichten vom 01.06.2010
- Kinder vor zu viel Werbung im Internet schützen
- Energieeffiziente IT senkt Stromkosten um 80 Prozent
- 2009 mehr als 50 Milliarden Euro Umweltsteuer eingenommen
- Umsätze im Download-Markt steigen weiter
- Kein WM-Tor verpassen - Flatrates für mobiles Internet
- Google nutzt Windows-Betriebssystem intern nicht mehr
- Geburtstagsfinale bei simyo - bis zu 75 Euro sparen
- Milliarden für AKW-Entsorgung von Energiekonzernen zurückgestellt
- Außenlösungen besonders effektiv bei Sonnenschutz für die Fenster
- Areva übernimmt deutschen Windkraftspezialisten Multibrid
- EU-Energieminister wollen Energieeffizienz-Ziele nicht verschärfen
- Ausgebremst: Smartphones lahmen ohne flotte Browser
- Handy, E-Mail, soziale Netzwerke und die neue Verbindlichkeit
- Zusatzprogramme bei sozialen Netzwerken
- Kursverluste des Euro zum US-Dollar lassen Ölpreise sinken

