Q-Cells mischt Wettbewerb der Solarbranche auf
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Hamburg - Q-Cells, der Solarzellenspezialist,
Der neue Chef baut den einstigen Börsenstar derzeit massiv um. Mit der reinen Herstellung von Solarzellen, einem Vorprodukt der Module, lässt sich nicht mehr genug Geld verdienen. Q-Cells musste 2009 bei einem Umsatz von rund 800 Millionen Euro einen Verlust von 1,4 Milliarden Euro hinnehmen. Der ehemalige Konzernchef Anton Milner nahm daraufhin im März seinen Hut. Künftig werde Q-Cells laut Cen mit Solarzellen nur noch weniger als ein Drittel der Erlöse erwirtschaften. "Wir wollen die beste Kostenposition unter den Europäern erreichen", sagte Cen.
Die neuen eigenen Module lässt der Konzern bei einem Auftragsfertiger in Malaysia bauen. "Theoretisch wäre auch eine eigene kleinere Fertigung denkbar", sagte Cen. Bislang verkaufe Q-Cells die Module nur an einzelne Händler und Großkunden wie den Heiztechnikkonzern Viessmann. Nun beginne der aktive Vertrieb. Auf der Branchenmesse Intersolar in zwei Wochen stellt Cen die Module erstmals vor. "Ich bin verhalten optimistisch für das Modulgeschäft", sagte er.
Auch der Modulmarkt ist hart umkämpft. Hier drücken ebenfalls vor allem die chinesischen Rivalen die Preise um rund ein Viertel pro Jahr. Der Preisverfall werde weitergehen, sagte Cen. "Das wird ähnlich wie bei den Zellen." Deshalb will sich Q-Cells nicht mit dem Modulbau begnügen, sondern sich direkt an die Endkunden wenden ohne Zwischenhändler und eine starke Marke aufbauen. "Die Reise ist klar, sie kann nicht beim einfachen Modul aufhören."
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