Putin will Beziehungen in allen Bereichen ausbauen
afp
Nowo-Ogarjowo (AFP) - Russland will mit Venezuela auf dem Gebiet der zivilen Atomkraft zusammenarbeiten. Moskau sei bereit, Möglichkeiten einer Kooperation mit dem lateinamerikanischen Land zu prüfen, sagte der russische Ministerpräsident Wladimir Putin am Donnerstag bei einem Treffen mit dem venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez auf seinem Landsitz Nowo-Ogarjowo bei Moskau. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern sollten in allen Bereichen ausgebaut werden, sagte Putin weiter. So werde der russische Energieriese Gazprom Ende Oktober mit Probebohrungen vor der Küste Venezuelas beginnen.
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Putin wollte mit Chávez insbesondere über militärische und technische Zusammenarbeit sprechen. Lateinamerika sei zu einem bedeutenden Bindeglied beim Aufbau einer multipolaren Welt geworden, sagte der russische Regierungschef. Er dankte Chávez in diesem Zusammenhang auch für die "herzliche Aufnahme" der russischen Kampfbomber in Venezuela. Am Freitag wollte Chávez zu Gesprächen mit Russlands Präsident Dmitri Medwedew in die Uralstadt Orenburg reisen.
Mitte September waren zwei russische Kampfflugzeuge vor der Küste Lateinamerikas Patrouille geflogen. Anfang der Woche lief eine russische Kriegsflotte in Richtung Venezuela aus, um dort an einem gemeinsamen Manöver mit der venezolanischen Marine teilzunehmen. Lateinamerika gilt ursprünglich als militärisches Einflussgebiet der USA. Washington betrachtet die engen Beziehungen des venezolanischen Staatschefs zu Russland daher mit Argwohn. Chávez gilt als scharfer Kritiker der US-Regierung. Auch im Konflikt mit Georgien stand er auf der Seite Russlands.
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