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Putin und Bush wollen Nuklear-Kooperation ausbauen

dpa | 12.07.2006
Bild: Stromleitungen


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Moskau (dpa) - Russland und die USA wollen bei dem kommenden Treffen ihrer Präsidenten in St. Petersburg eine enge Zusammenarbeit in Atomfragen vereinbaren. Die technologische Kooperation in der friedlichen Nutzung der Kernenergie solle ausgebaut werden, sagte der Leiter der russischen Atombehörde Rosatom, Sergej Kirijenko, am Mittwoch in der sibirischen Stadt Tscheljabinsk. Er dementierte US-Medienberichte, dass Russland gegen Bezahlung amerikanischen Atommüll importieren werde.

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Teil der geplanten Vereinbarungen sei ein gemeinsames Vorgehen gegen Atomschmuggel und potenziellen Nuklearterrorismus, berichtete die Wochenzeitung "Die Zeit" in ihrer Online-Ausgabe. Falls die Präsidenten Wladimir Putin und George W. Bush bei ihren bilateralen Treffen am Freitag und Samstag in St. Petersburg die Atominitiativen billigten, sollten die entsprechenden Abkommen in den kommenden anderthalb Jahren ausgearbeitet werden, sagte Kirijenko.

In Amerikas Bemühungen gegen Atomschmuggel spielt Russland eine Schlüsselrolle. Experten warnen davor, dass gerade auf russischem Gebiet gelagerte Kernbrennstoffe "die wahrscheinlichste Quelle zukünftiger nuklearterroristischer Akte sein dürfte", schrieb "Zeit online". Das erschwere es Moskau auch, sich als wichtiger Partner im internationalen Kampf gegen den Terrorismus darzustellen.

In der zivilen Nuklear-Kooperation wollten die USA von der russischen Technik der Schnellen Brüter lernen, erläuterte der Experte Igor Konyschew von Rosatom. Russland sei an den US-Verfahren zur Herstellung von Mischoxid-Brennstäben (MOX) interessiert.

Amerikanische Zeitungen hatten berichtet, Bush und Putin wollten ein Abkommen unterschreiben, das auch den Import amerikanischen Atommülls vorsehe. Dies wäre potenziell ein Milliardengeschäft für Russland. Mit dem Abkommen hoffe Bush, Putin zu einer härteren Linie im Atomstreit mit dem Iran bewegen zu können.

Russland dagegen ist laut Kirijenko vor allem an einer verstärkten technologischen Zusammenarbeit interessiert. Wirtschaftlich interessant ist für Moskau auch der US-Vorschlag, Brennelemente nur noch in internationalen, von der Internationalen Atomenergie-Organisation IAEO kontrollierten Zentren zu produzieren. Niemand stellt Kernbrennstoff derzeit billiger her als Russland.



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